Basketball-Bundesliga Männer

BG-Trainer Moors: „Manche verdienen die BBL nicht“

Kritisiert sein Team hart: Göttingens Trainer Roel Moors gibt in einer Auszeit Anweisungen. Hinten rechts Co-Trainer Thomas Crab.
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Kritisiert sein Team hart: Göttingens Trainer Roel Moors gibt in einer Auszeit Anweisungen. Hinten rechts Co-Trainer Thomas Crab.

Nach der dicken 81:109-Heimpleite gegen Crailsheim verließen die Spieler der BG Göttingen das Parkett mit hängenden Köpfen. Am meisten enttäuscht war Trainer Roel Moors. In einem Interview mit dem StadtRadio Göttingen, das wir hier wiedergeben, rechnet er knallhart mit seiner Mannschaft ab.

Göttingen – Das Crailsheim-Spiel ging klar verloren. Woran lag es?

Ein schlechtes Team hat gegen ein starkes Team gespielt. Ein Team, das zusammenspielen will, gegen ein Team, das die Sachen individuell forcieren will. Das geht nicht gegen gute Teams.

Im ersten Viertel ist man mit minus zehn gestartet und hat sich eine Hypothek aufgebaut, das zweite und dritte Viertel konnte man ausgeglichen gestalten. War es der Start ins Spiel, der es unnötig schwer gemacht hat unter anderem auch durch die vielen Ballverluste im ersten Viertel?

Ja, stimmt. Es ist die eine Seite, in der Offensive sieben Ballverluste im ersten Viertel zu haben, aber es gab auch schlechte Entscheidungen. Defensiv waren wir eigentlich das ganze Spiel nicht da, wurden im Eins gegen Eins geschlagen. Wir haben ein bisschen Zonen-Verteidigung versucht, aber das war auch viel zu einfach für Crailsheim. Es gibt nichts, das funktioniert mit nur 50 Prozent Intensität. Das war die Hauptsache.

Kann man da als Trainer ansetzen, wenn die Spieler auf ihre individuellen Dinge eingestellt sind und nicht so sehr auf den Teamgedanken? Oder ist das schwer, das aus manchen Spielern herauszubekommen?

Das ist auch ein Problem der Qualität. Wenn man heute sieht, wie manche Spieler auf dem Feld stehen, verdienen sie eigentlich nicht, in der BBL zu spielen. Das ist die Realität. Ich muss da keine Namen sagen, aber ich glaube, jeder weiß, über welche Spieler ich spreche.

Nelson Weidemann hat gar nicht gespielt. Lag das an der vergangenen Woche?

Nein, das lag nicht an der letzten Woche. Ich habe gesagt, das lag an disziplinarischen Gründen.

Wenn man die vergangenen drei Spiele insgesamt sieht, die Niederlagen in Ulm und gegen Crailsheim und davor der Sieg in Bayreuth. Ist das unterm Strich zu wenig?

Zu wenig! Die Endergebnisse gehen, glaube ich. Ulm und Crailsheim sind zwei sehr gute Teams. Auch vor dem Bayreuth-Spiel hatten wir einige gute Leistungen. Ich finde, dass wir in den letzten drei Tagen viel von dem guten Gefühl verworfen haben.

Nochmal ein Blick auf die Tabelle. Sechs Siege – sind sie das, was Sie sich vorgestellt haben, auf das man gut aufbauen könnte?

Nein, ich hatte mir viel mehr vorgestellt. Aber mit der Qualität, die wir heute haben, ist das (Platz 13, d. Red.), glaube ich, die richtige Position.  (haz/gsd)

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