BG-Trainer Roijakkers: Gegen Frankfurt „hart spielen, Spaß haben“

Duell der Point Guards: Göttingens Khalid El Amin (links) bringt den Ball nach vorn gegen Frankfurts Justin Cobbs. Im Gegensatz zum Hinspiel fehlt der Skyliners-Amerikaner am Sonntag verletzt. Foto: nh

Göttingen. Mit dem sechsten, überraschenden Auswärtssieg in Oldenburg hat sich die BG Göttingen selbst eine Steilvorlage für die folgenden beiden Heimspiele gegeben.

Gegen die Frankfurt Fraport Skyliners bietet sich am Sonntag (17 Uhr, S-Arena) die Chance, die erste davon erfolgreich zu verwandeln. Eine Woche später haben die Veilchen ein zweites Heimspiel gegen das auswärtsstarke Phoenix Hagen.

Die Partie gegen Frankfurt nehmen die Veilchen in einem neuen Dress in Angriff. „Ein komplett neues Design“, verrät BG-Sprecher Timo Schreiber. Die lila Trikots gehen jetzt langsam in einen Weiß-Ton über – sieht schick aus. Und hat einige Zeit gedauert, bis sie von der BBL genehmigt wurden.

Das Hinspiel bei den Skyliners hatte das Team von Trainer Johan Roijakkers mit 70:74 verloren. Gegenüber diesem „Weihnachtssieg“ der Südhessen am 28. Dezember gehen sie am Sonntag jedoch noch mehr personell gehandicapt in die Partie in der S-Arena. Hatte das Team von Trainer Gordon Herbert schon in der ersten Saisonphase immer wieder Ausfälle aufgrund von Blessuren zu beklagen, so hat das Verletzungspech jetzt aktuell schon wieder zugeschlagen.

Skyliners ohne Top-Duo

Der nachverpflichtete Spielmacher Justin Cobbs (Muskelfaserriss) kann in Göttingen ebenso wenig spielen wie der in dieser Saison bislang so stark auftrumpfende 2,07m-Power Forward Danilo Barthel (Knochenödem). Zurück im Frankfurter Team ist Aufbauakteur Konstantin Klein, der in der EuroChallenge gegen Saratov am vergangenen Dienstag gut spielte, was aber Frankfurts erste Niederlage in der Zwischenrunde („Last 16“) nicht verhinderte.

Riesen-Respekt hat Coach Herbert, dessen Team auswärts nur zwei von neun Spielen gewinnen konnte, offenbar vor den BG-Fans. „Auswärts wird Göttingen ein sehr schwerer Gegner für uns. Göttingen hat ein starkes Heimpublikum, wir müssen versuchen, die Heim-Fans aus dem Spiel zu halten“, wird Herbert auf der Skyliners-Homepage zitiert. Die Veilchen-Anhänger sehen das natürlich ganz anders. Bis Freitagabend waren schon 3200 Tickets verkauft. „Wir hoffen auf ein ausverkauftes Haus“, sagt Timo Schreiber und setzt auf eine proppenvolle S-Arena (3447). Was sich die BG um Kapitän David Godbold nach dem Oldenburg-Coup auch verdient hätte. „Hart spielen, Spaß haben“, bringt es Johan Roijakkers auf eine kurze, griffige Formel.

Für Göttingens Dominik Bahiense de Mello ist es die zweite Partie in Folge gegen eines seiner Ex-Teams. Sechs Spielzeiten war er für die Skyliners aktiv, spielte mit ihnen mehrfach auch in der Lokhalle. Gespannt darf man sein, ob auf Seiten der BG Harper Kamp seine nach der Verletzung wieder stark ansteigende Formkurve auch zuhause unter Beweis stellen kann. Aufzupassen gilt es bei den Skyliners vor allem auf Urgestein Quantez Robertson, 2,17m-Center Johannes Voigtmann, Point Guard Sean Armand und den Ex-Braunschweiger Aaron Doornekamp.

PS. Mit einem Sieg gegen die Frankfurter könnte das BG-Team Robert Kulawick ein passendes, sportliches Geburtstagsgeschenk machen – „Kulle“ wird Sonntag 29 Jahre alt.  (haz/gsd-nh)

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