Basketball-Bundesliga

BG-Trainer Roijakkers: „Kann mich noch einige Jahre in Göttingen sehen“

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Ankunft aus München: Dominic Lockhart am Sonntagnachmittag vor Fans auf dem Weg vom Bus ins Trainingszentrum. 

Am Tag des Turnier-Endes für die BG Göttingen sendete MagentaSport ein Interview von „Hotel-Reporter“ Sascha Bandermann mit Veilchen-Coach Johan Roijakkers – rund um die Person des Trainers.

So verriet Roijakkers – eigentlich erstmals –, dass er die Vornamen Johannes Maria Cornelius Josef hat, aber außer von einem Spieleragenten nur Johan gerufen wird. Dass er als Perfektionist gilt, konnte er nicht von sich weisen. Er schaue morgens, wenn er ins Trainingszentrum komme, ob in der Kabine alles okay sei, ob die Schnürsenkel in den Schuhen liegen. „Ich bin sauber und organisiert“, meinte der Niederländer, dessen achte Saison bei der BG nun zu Ende gegangen ist.

Roijakkers ist stolz auf das, was bei der BG aufgebaut wurde. Das Team sei sehr professionell. „Die Rahmenbedingungen sind einfach sehr geil.“ Wenn er weggehe, habe der nächste Trainer einen leichten Job. Es werde „nicht alles einstürzen. Ich bin einfach zu ersetzen.“ Klingt das irgendwie nach Abschied von der BG? Roijakkers hat jedenfalls noch kommende Saison Vertrag bei den Veilchen.

„Ich bin nicht wichtig für Göttingen, es ist keine Ein-Mann-Show“, hielt der BG-Trainer fest. Die BG sei nicht mehr der Verein von vor fünf Jahren, er sei gewachsen. „Ich bin nur ein kleiner Teil davon. Ich kann mich noch einige Jahre in Göttingen sehen. Ich kann mir vorstellen, noch zwei, drei vier Jahre zu bleiben“, beruhigte er alle Skeptiker, die aus dem zuvor gesagten Worten ableiten könnten, seine Zeit bei der BG nähere sich dem Ende. „Die Absicht ist, den Vertrag zu erfüllen.“ Er könne aber weggehen ohne Probleme, wenn ein anderer Verein an ihn herantreten würde. Das sei mit BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen vereinbart – mündlich.

Rein sportlich gesehen war die BG in der K.o.-Runde der besten acht Teams gegen den deutschen Pokalsieger aus Berlin chancenlos. Dennoch hielt die BG mit ihren deutlich bescheideneren Mitteln bis zum Schluss so dagegen, dass auch ihr Trainer Johan Roijakkers sagte: „Meine Mannschaft verdient ein großes Kompliment. Wir haben die Saison und das Final-Turnier mit Stil abgeschlossen.“ Danach bedankte er sich bei allen, die daran seiner Meinung nach einen Anteil hatten: Sponsoren, Gesellschafter, Geschäftsführung, die Physiotherapeuten und auch die in Göttingen gebliebenen Fans.

Die empfingen das Team am Sonntagnachmittag um 16.12 Uhr bei der Bus-Rückkehr aus München am Trainingszentrum. Die Sonne lachte dabei – passend zur guten Präsentation der BG in München. Dass vor allem die Väter Dennis Kramer und Mathis Mönninghoff schnell zu ihren Kindern wollten, verstand sich von selbst.  gsd

 Erstes Halbfinale:Ulm - Ludwigsburg 71:71 (34:36). Es war das erste Unentschieden in der 1. Liga seit 45 Jahren. Entscheidung im zweiten Spiel am Dienstag. Heute: Oldenburg - Berlin (20.30 Uhr).

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