Göttinger Testspiel-Tour nach Torun

BG-Trainer Roijakkers: Team-Chemie gut, aber die Gegner waren  schwach

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In Polen geschont: Göttingens Neuzugang Penny Williams (links, hier im Test gegen Karlsruhes Orlando Parker). Foto: 

Göttingen. Was zunächst als durchaus bemerkenswerter Erfolg erschien, relativiert sich in der Nachbetrachtung.

Fast vier Tage lang war die BG Göttingen zu den Testspielen fünf, sechs und sieben in Göttingens polnischer Partnerstadt Torun – und gewann alle Partien. Doch Trainer Johan Roijakkers bleibt realistisch: „Die Gegner waren schwach.“

Die Siege gegen Primorska (erste Liga Slowenien), Gdynia und Torun (beide erste Liga Polen) sind also nur bedingt aussagekräftig. Insofern erscheint der Turniersieg der Veilchen auch in einem anderen Licht. Es sei aber in dieser Zeit der Vorbereitung schwierig, Gegner zu finden, sagt Roijakkers. Die Klubs würden auch darunter leiden, Spieler für die Nationalmannschaften abstellen zu müssen. Mit Alba Berlin hat gerade ein Bundesliga-Schwergewicht öffentlich darüber lamentiert. So lässt sich dieses Problem auch auf die BG herunterbrechen.

Was war gut, was schlecht?

„Die Zeit in Polen war aber gut, um zusammen zu sein“, gewinnt Roijakkers der Tour nach Torun doch etwas Gutes ab. „Das war gut für unsere Team-Chemie – die stimmt! Wir sind auf einem guten Weg.“ Was hat geklappt, wo sind Baustellen? „Die Mannschaft zeigt, dass sie zusammenspielen will, viel Lust hat und eine gute Truppe ist“, erklärt der Veilchen-Coach. „In der Offensive müssen wir uns aber noch weiter aneinander gewöhnen und in der Defensive noch einige Sachen klären.“

„Mit der Vorbereitung bin ich bisher zufrieden“, fährt Roijakkers fort. „Es gefällt mir. Wir haben keine schlimmen Verletzungen.“ Ganz ohne ging’s aber nicht ab: Penny Williams ließ er in Torun pausieren. Der US-Neuzugang hat sich bereits im ersten Test in Mons (Belgien) eine Handverletzung zugezogen, absolvierte danach aber die Partien in Antwerpen, gegen Hamburg und Karlsruhe. Am Dienstagnachmittag wurde eine MRT-Untersuchung anberaumt. Sie ergab „nichts Schlimmes“, so Roijakkers.

Gute Kritiken heimste der neue 2,06-Meter-Hüne Derek Willis ein. Gegen Gdynia und Torun war er zweimal Topscorer. „Ein guter Spieler, er kann Small Forward, Power Forward oder Center spielen.“ Tre Coggins bescheinigte Roijakkers einen „guten Kopf“, Mihajlo Andric eine gute Abwehrarbeit. Und auch Darius Carter traf, nachdem er gegen Karlsruhe punktlos geblieben war, wieder konstant gut: 13, 14 und 10 Zähler in den drei Spielen. Herausragend schon wieder der „Chef“: Michael Stockton: Er scorte 18, 21 und 12 Punkte. Weiter geht’s jetzt für die BG mit dem dritten und letzten Geheim-Test gegen Zwolle (Holland), ehe es am übernächsten Wochenende die beiden einzigen öffentlichen Heimspiele gegen Aalst (22. September) und Brüssel (23.9.) gibt. (haz/gsd)

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