Basketball-Bundesliga

BG zu Gast bei „Göttingen-Süd“

Voller Einsatz beim Korbleger: BG-Spielmacher Luke Nelson (Mi.) versucht, sich gegen Bambergs Chase Fieler und Ex-Veilchen Alex Ruoff (7) durchzusetzen. Links unten Dominic Lockhart. In Bamberg muss Nelson für Booker einspringen.
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Voller Einsatz beim Korbleger: BG-Spielmacher Luke Nelson (Mi.) versucht, sich gegen Bambergs Chase Fieler und Ex-Veilchen Alex Ruoff (7) durchzusetzen. Links unten Dominic Lockhart. In Bamberg muss Nelson für Booker einspringen.

Zum Schluss kommt’s nochmal ganz „dicke“: In nur fünf Tagen absolviert die BG Göttingen die letzten drei Spiele in der Basketball-Bundesliga.

Göttingen – Los geht es am Freitag (19 Uhr) bei Brose Bamberg mit Ex-Trainer Johan Roijakkers, am Sonntag (15 Uhr) gastiert medi Bayreuth zum letzten Heimspiel in der S-Arena und am kommenden Dienstag bei den EWE Baskets Oldenburg (19 Uhr, alle Spiele bei MagentaSport).

Die Partien in Bamberg und Oldenburg sind Nachholspiele, deren ursprünglicher Termin wegen der zweiwöchigen Quarantäne der Veilchen nicht zustande kam. Stress pur also zum Ende der zwölften Göttinger Saison in der BBL!

Dass es am Freitag nochmal zu Ex-Coach Roijakkers geht, entbehrt nicht eines gewissen Charmes. Wie einst der frühere Veilchen-Trainer John Patrick (jetzt Ludwigsburg), der unter anderem mit Jason Boone mehrere BGer nach Würzburg mitgenommen hatte, ist jetzt Bamberg zur halben „BG-Filiale Göttingen-Süd“ geworden. Joanic Grüttner war eh schon da, Dominic Lockhart folgte seinem vorherigen Göttinger Coach ebenso wie Bennet Hundt, und Alex Ruoff kehrte aus Japan nach Deutschland zurück – diesmal aber nicht zur BG, sondern eben zu Roijakkers’ Bambergern.

Trotz des ehemaligen BG-Quartetts setzte es aber im Hinspiel eine 80:87-Niederlage für Roijakkers und sein Franken-Team. So hatte sich der Niederländer, der die Veilchen acht Spielzeiten coachte, die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte am 29. Januar nicht vorgestellt. Inzwischen hat der Ex-Meister seine Playoff-Teilnahme klar gemacht durch das 99:90 gegen Gießen, wodurch der Abstieg der Hessen besiegelt wurde.

Aus dem Ex-BG-Quartett ist Lockhart (21 Minuten Einsatzzeit) mit knapp neun Punkten pro Spiel der erfolgreichste Werfer, gefolgt von Hundt (8,3 / 22 Minuten). Kleinere Rollen haben Ruoff (nur 1,2 Zähler, 13 Minuten) und Grüttner (1,1 Punkte, sieben Minuten). Den Ton geben indes die US-Boys Devon Hall, David Kravish und Chase Fieler sowie der Italiener Michele Vitali und der deutsche Nationalspieler Christian Sengfelder an.

Zusätzlich pikant wird die heutige Partie dadurch, dass BG-Coach Roel Moors an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehrt, wo er nur eine Saison tätig war. Nach dem Finalturnier im Juni 2020 trennte sich Bamberg von Moors mit der Begründung, man habe keine Entwicklung im Team gesehen. Das Kapitel Bamberg hat er abgehakt.

Im Teambus der BG fehlte gestern Deishuan Booker aus „disziplinarischen Gründen“, so Moors. Offenbar kreidete der Coach dem Spielmacher erneut an, in Hamburg nicht intensiv genug verteidigt zu haben. Booker (nur ein Punkt) spielte in Hamburg nur 6:05 Minuten. Gegen Bayreuth soll er Sonntag nach der Denkpause wieder im Kader stehen.

So müssen sich heute wohl Luke Nelson und Nelson Weidemann den Spielaufbau teilen. Nach der Quarantäne-Pause, über die Nelson in bemerkenswerter Offenheit bei MagentaSport sprach, fehlt dem Briten fast zwangsläufig noch der Rhythmus.

Dringend nötig wäre zudem wieder mehr Präsenz von Tai Odiase, der seiner guten Form hinterläuft. Derzeit sieht es so aus, als stehe sich der Center selbst im Weg. Dabei hat der lange Amerikaner oft genug gezeigt, zu was er durchaus imstande ist zu leisten. (Helmut Anschütz)

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