Bittere 65:91-Pleite! BG Göttingen bricht gegen Bonn ein

Die Neuen der BG im Duett: Göttingens Malik Müller (rechts, mit Trainer Roijakkers im Rücken) und Rückkehrer Harper Kamp gegen Bonns 114-Kilo-Hünen Julian Gamble (links) und Josh Mayo (2.v.r.). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Schon die fünfte Heimpleite für die BG Göttingen: Gegen die Telekom Baskets Bonn setzte es ein 65:91 (37:49). Damit bleiben die Veilchen weiter heiß in der Gefahrenzone dabei. Da half auch die mit 3447 Zuschauern ausverkaufte S-Arena nichts. Ernüchterung beim Team von Trainer Johan Roijakkers.

Heim-Premiere für Harper Kamp und Malik Müller! Während Kamp in der Starting five stand, kam der Ex-Bamberger Müller nach sechseinhalb Minuten erstmals aufs Parkett. Bis dahin war schon einiges passiert: Bonn ging durch Tony DiLeo zwar per Dreier in Front, doch danach startete die BG eine 9:0-Serie, zweimal war Kamp dabei erfolgreich.

Doch mit der Herrlichkeit war es bald vorbei, die Rheinländer fingen sich und fingen an zu punkten. Beim 16:16 hatten die Baskets erstmals ausgeglichen. Und zogen danach in Führung. Was auch an ihrer Treffsicherheit von der Freiwurflinie lag. Zuletzt war dies gar nicht ihre Stärke… Bei der BG versenkten sie jedoch zehn(!) in Folge zum 26:16. Und auch der letzte Dreier von Ron Curry fiel noch mit der ersten Sirene rein zum 31:18. Verflixt – wie auch der 0:16-Lauf der Veilchen Ende des ersten Abschnitts!

Pfiffe für die Schiris

Harper Kamp eröffnete das zweite Viertel, Jordan Loveridge legte den dritten Dreier nach und Brion Rush den vierten zum 28:34. Langsam arbeiteten sich die Veilchen wieder heran. Doch dann traten auf einmal die Schiedsrichter in Aktion. Dass sie dabei Heim-Schiris waren, ließ sich wirklich nicht behaupten. Gellende Pfiffe der Zuschauer begleiteten minutenlang ihre Entscheidungen, die mehr den Bonnern halfen. Vor allem 114-Kilo-Mann Julian Gamble setzte seine körperlichen Vorteile immer wieder ein. Dass die Bonner aber zur Halbzeit in Front lagen, lag auch daran, dass die Göttinger Defensive nicht sattelfest genug agierte. 49 Gegenpunkte nach 20 Minuten – einfach zu viel. Zur Pause hatten die Baskets alle 17 Freiwürfe verwandelt und fünf Turnovers weniger als die BG.

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte schaffte es Bonn fünfmal nicht, innerhalb der 24 Sekunden abzuschließen – gute Defense der BG. Aber sie verstand es nicht, diesen Vorteil zu nutzen. So blieb es bei im Schnitt zehn Punkten Vorsprung der Gäste. Der BG bleibt aber auch der Vorwurf nicht erspart, zu fehlerhaft gespielt zu haben. Immer wieder waren die Bälle weg, Ballverluste prägten die Partie auf Göttinger Seite. Immer weniger wollte den Veilchen nun auch gelingen. Die Göttinger trafen fast gar nicht mehr, während Bonn Korb um Korb davonzog. 8:20 im dritten Viertel, das sprach Bände und belegte den schwachen Auftritt der BGer.

Nur noch Schaulaufen

Das letzte Viertel war dann aus BG-Sicht nur noch ein Schaulaufen der Bonner. Göttingen traf einfach weiter nicht, das Team von Coach Predrag Krunic baute seine Führung auf bittere 30 Punkte aus – auch mit Hilfe erfolgreicher Dreier. Gegen die physische Dominanz der Gäste hatten die Veilchen fast nichts auszurichten. So wurde es am Ende eine hohe und herbe Niederlage.

BG: Lockhart 7, Williams 2, Smotrycz, Kramer, Müller 5, Rush 8, Stockton 9, Loveridge 13, Kamp 12, Larysz, Haukohl 7, Grüttner 2.

Erfolgreichste Bonner Werfer: Zubcic 19, Polas Bartolo 12. (gsd)

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