Basketball-Bundesliga Frauen

Bittere BG 74-Pleite in Freiburg nach Sieg gegen Halle

Den gegnerischen Korb im Blick: Die BGerin Marie Reichert, hier gegen Halles Rachel Ann Vanderwal, erzielt hier zwei ihrer insgesamt 20 Punkte.  
+
Den gegnerischen Korb im Blick: Die BGerin Marie Reichert, hier gegen Halles Rachel Ann Vanderwal, erzielt hier zwei ihrer insgesamt 20 Punkte.  

Die ganze Palette an Freud und Leid im Sport erlebten die Bundesliga-Basketballerinnen der medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen am vergangenen Wochenende.

Freiburg/Göttingen – Bei den Eisvögeln USC Freiburg kassierten die Veilchen Ladies eine dumme 70:74 (42:29)-Niederlage, nachdem sie die Partie über drei Viertel klar im Griff hatten. Im Schlussviertel ging dann wie bei den BG-Männern gar nichts mehr.

Am Freitag hatte das Team von Trainer Goran Lojo die SV Halle Lions 74:58 bezwungen.

„Da war mehr drin“, musste sich Veilchen Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder erstmals beruhigen. Über 30 Minuten bestimmten die Göttingerinnen die Partie in Freiburg, angeführt von einer einmal mehr herausragenden Jennifer Crowder, die zur Halbzeit schon 17 Punkte erzielt hatte, dazu fünf Vorlagen gegeben und vier Mal den Ball erobert hatte.

Doch im letzten Viertel klappte bei den BGerinnen fast gar nichts mehr. Nach 30 Minuten hatten sie noch mit 61:51 geführt, um dann das Match noch aus der Hand zu geben. „Wir mussten mit einer kurzen Rotation spielen“, versuchte Vater Crowder, den Einbruch in den letzten zehn Minuten noch zu erklären. So musste Coach Lojo auf die nachverpflichtete Tschechin Krystina Brabencova wegen einer „extremen Erkältung“ (so Crowder) verzichten. „Das hat sich dann im letzten Viertel gerächt“, so der Veilchen Ladies-Chef.

Das erste Viertel verlief noch ausgeglichen, nach zehn Minuten lagen die Gäste 18:19 hinten. Im zweiten Durchgang übernahm die BG dann die Partie – auch weil sie hinten und vorn Rebounds fischen konnte. Am Ende holte die BG 74 gute 14 Offensiv-„Boards“, wurde aber zum Ende hin von den Breisgauerinnen (15) aber sogar noch übertroffen, sodass das Gesamt-Reboundverhältnis mit 36:41 verloren ging.

Auch im dritten Abschnitt blieben die BGerinnen weiter vorn. Kurz vor Schluss kassierte Freiburgs US-Girl Hannah Little ihr 5. Foul. Doch drei Minuten vor Ende gelang Freiburg der 69:69-Ausgleich, die Amerikanerin Christa Reed schaffte die Führung. Richard Crowder: „Wir hatten eine gute Chance, die Punkte mitzunehmen“ – auf die 520 Kilometer lange Rückfahrt nach Göttingen...

Klarer Sieg am Freitag

 Das Heimdebüt ist den Veilchen Ladies dagegen am vergangenen Freitag vortrefflich gelungen. Gegen die GISA Lions SV Halle gab es einen souveränen 74:58 (39:31)-Sieg, der in keiner Phase des Spiels auch nur annähernd gefährdet war.

„Meine Mannschaft hat die Regeln befolgt, die wir vorher besprochen haben. Die Mannschaft hat gut rebounded, den Gegner unter 60 Punkten gehalten“, war Trainer Lojo überaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

Als absoluter Glücksgriff unter den Neuverpflichtungen erweist sich mehr und mehr die erst 20-jährige Kasselerin Marie Reichert. Sie war am Ende mit 20 Punkten Topscorerin in dieser Partie und sammelte auch noch fünf Rebounds ein. „Das Wichtigste heute war, dass wir gewonnen haben. Ich bin von dem Team super aufgenommen worden, es herrschen hier familiäre Verhältnisse. Auch die Stimmung war großartig“, meinte Reichert nach der Schlusssirene.

Mit zwei Serien – zum einen ein 10:0-Lauf von 6:6 auf 16:6 im ersten Viertel und ein 11:0-Lauf von 43:33 auf 54:33 Anfang der zweiten Halbzeit – entschieden die Veilchen die zeitweise einseitige Partie für sich – zu schwach erwiesen sich die Gäste, um auch nur den Hauch eine Chance zu besitzen.

„Ich hatte keiner Phase des Spiels das Gefühl, dass wir hätten verlieren können“, meinte denn auch BG 74-Kapitänin Jennifer Crowder. „Wir haben nicht überragend gespielt, haben diese Partie aber solide zu Ende gebracht.“ Erstmals durften auch wieder Zuschauer dabei sein. „Für das erste Spiel bin ich mit 270 Besuchern sehr zufrieden“, meinte Veilchen Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder.  (haz/wg-gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.