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Bittere Pleite für Ex-BGer Odiase und Hundt

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Doppelter BG-Bezug: Oldenburgs Bennet Hundt (links) war früher ebenso in Göttingen wie John Patrick, der Vater von Ludwigsburgs Jacob Patrick (rechts).
Doppelter BG-Bezug: Oldenburgs Bennet Hundt (links) war früher ebenso in Göttingen wie John Patrick, der Vater von Ludwigsburgs Jacob Patrick (rechts). © imago-images/nordphoto

Das Heimspiel der BG Göttingen gegen die Skyliners Frankfurt wurde wegen Coronafällen bei den Hessen verlegt, was die Veilchen zu ein paar freien Tagen nutzten.

Göttingen – Trainer Moors verbrachte die Zeit bei seiner Familie in Belgien. Die Spieler konnten die Zeit nutzen, um einige kleine Blessuren auszukurieren. Wann Stephen Brown (Adduktorenprobleme) zurückkehrt, ist noch offen. Durch die Frankfurt-Absage und Siege der Konkurrenz rutschten die Veilchen erstmals seit vielen Wochen auch aus den Play-off-Plätzen.

Nichtsdestotrotz wurde in der Bundesliga weitergespielt – auch wenn vier Partien corona-bedingt abgesagt wurden. Das nachdenklichste Ergebnis gab es dabei in Oldenburg. Was ist derzeit nur mit den EWE Baskets los? Gegen Ex-BG-Trainer John Patricks MHP Riesen Ludwigsburg gab es eine deftige 57:79-Heimklatsche. Betrug der Rückstand zur Pause nur vier Zähler (39:43), spielten die Schwaben den deutschen Meister von 2009, der 25 Tage Spielpause wegen Corona-Quarantänen hatte, im dritten Viertel nahezu an die Wand – 8:20.

Zwei Spieler standen dabei im Blickpunkt:

. Bei Oldenburg Tai Odiase: Der ehemalige BG-Center (28:37 Minuten auf dem Parkett) war der erfolgreichste Oldenburger mit 18 Punkten und 15(!) Rebounds. Doch was hilft dieses Klasse-„Double-Double“, wenn die Baskets sonst eine Dreier-Quote von 9 Prozent (2 von 23) haben? Rein gar nichts! Odiase im MagentaSport-Interview: „Wir waren müde und rostig nach der langen Pause. Wir müssen weiterarbeiten.“

Aber wie lange noch mit Coach Mladen Drijencic? Die Klubführung um Hermann Schüller hat ihm mehrfach das Vertrauen ausgesprochen. Schüller auf die Interview-Frage, wie es mit den Playoffs aussieht: „Wir müssten sieben Spiele mehr gewinnen als die Konkurrenz.“ Jetzt sind es inzwischen acht. Und: Hat Odiase seinen Wechsel von der BG nach Oldenburg (wieder Schlusslicht) möglicherweise schon bereut? Ist das geschätzt doppelte Gehalt ein Trost?

Ex-Veilchen Bennet Hundt (14:01 Minuten) blieb bei bescheidenen zwei Zählern. Übrigens: Oldenburg hat jetzt drei harte Auswärtsspiele in Weißenfels (heute), in Crailsheim und Braunschweig.

. Bei Ludwigsburg Jacob Patrick: Mit 14 Punkten war der Sohn von Coach Patrick der beste Scorer der Riesen zusammen mit Jonah Radebaugh. Patrick junior (18:19 Minuten Einsatzzeit) traf vier von sieben Dreiern, blieb im TV-Interview total cool: „Wir wussten, dass Oldenburg irgendwann nachlassen wird.“ Jacobs Bruder Johannes spielte 5:37 Minuten, blieb ohne Punkte. Auf seine Söhne kann Coach Patrick stolz sein! . Bei Braunschweig gegen Heidelberg ließ sich der Aufsteiger einen 19-Punkte-Vorsprung abnehmen – das ähnelte der BG-Niederlage in Chemnitz (16 Zähler vor). 1,1 Sekunden vor Schluss lag Heidelberg 73:75 hinten, doch Topscorer Kelwin Martin glich mit einem „Alley-oop“ noch aus. Braunschweig-Trainer Ramirez flog im dritten Viertel nach zwei Technischen Fouls raus, danach gelang den Löwen, die van Slooten und Klassen mit je fünf Fouls verloren, die Wende. In der Verlängerung hatte Heidelberg dann den längeren Atem, siegte noch 93:82.

.  Eine Machtdemonstration erster Güte lieferte der FC Bayern München gegen die Telekom Baskets Bonn ab. Bei der 81:100-Pleite hatten die Rheinländer im Audi-Dome keine Chance. Das Team von Trainer Trinchieri rückte die Verhältnisse damit wieder zurecht und übernahm Platz eins.

. Die BG spielt erst am nächsten Sonntag (15 Uhr) wieder. Dann geht’s zum MBC. (haz/gsd)

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