Basketball-Bundesliga: BG Göttingen am Sonntag gegen Mitaufsteiger Crailsheim

Bloß kein fauler Zauber!

Cleverer Block mit dem Arm: Göttingens Dominik Bahiense de Mello (am Ball) drückt Berlins Alex Renfroe zur Seite. Am Sonntag erwartet die BG den Mitaufsteiger Crailsheim. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. In der 2. Liga waren sie erbitterte Rivalen. Die BG Göttingen und die Crailsheim Merlins lieferten sich in den beiden regulären Saisons packende, mitreißende Kämpfe.

Nachdem beide ihre Halbfinals gewonnen hatten, standen sich die Veilchen und die „Zauberer“ im (eigentlich bedeutungslosen) Finale gegenüber – das die Göttinger im zweiten Spiel auch noch für sich entschieden. Als Meister stieg das Team von Coach Johan Roijakkers auf.

Jetzt stehen sich die alten Bekannten am Sonntag im Bundesliga-Rückspiel gegenüber. Wegen der Pokal-Endrunde in Oldenburg geht’s erst um 18 Uhr los. In der 1. Liga war die Entwicklung der Kontrahenten völlig unterschiedlich. Am dritten Spieltag siegte die BG 84:80 in der Arena Hohenlohe – der erste Bundesliga-Sieg war praktisch der Startschuss zu einer bisher fast unfassbaren Erfolgssaison.

Erster Sieg im Hinspiel

Aber Achtung! Jetzt bitte bloß keinen faulen Zauber gegen die Merlins! Der Mitaufsteiger ist längst nicht mehr derselbe wie am 9. Oktober 2014 beim Hinspiel. Jannik Freese, Jared Newson, Justin Tubbs und Max Rockmann sind weg – Sean Mosley, Walter Lemon jr., der Ukrainer Andriy Agafonov und Chad Timberlake wurden nachverpflichtet. Auch Aufstiegstrainer Willie Young musste gehen, Ex-Assistent Ingo Enskat übernahm. Unterm Korb regiert der einäugige Chris Otule. Trotz aller Wechsel kämpft Crailsheim (nur ein Sieg in den vergangenen sechs Spielen) ums blanke Überleben – da hilft auch keine Zauberei.

„Crailsheim ist im Aufwärtstrend“, weiß auch Göttingens Dominik Bahiense de Mello. „Wir machen uns auf Einiges gefasst. Aber er sagt auch: „Crailsheim und der MBC sind zwei Mannschaften, die wir jetzt im Kampf um die Playoff schlagen müssen. Ich glaube absolut, dass wir das auch schaffen können.“

„Nach der vertanen Chance in Bremerhaven geht’s in den letzten fünf Spielen jetzt um alles. Vielleicht war die Niederlage in Bremerhaven ein Wachrüttler“, sagt de Mello weiter. „Manchmal tun solche Spiele auch ganz gut. Wir kriegen eben nichts auf dem Silbertablett serviert.“ Von der Rivalität zwischen Göttingen und Crailsheim hat er nur gehört – de Mello stand ja vergangene Saison noch mit Oldenburg im Playoff-Halbfinale, in dem die Baskets im fünften Spiel gegen München ausschieden.

Auch das drittletzte Heimspiel dürfte wieder ausverkauft sein: Freitagabend gab es nur noch 120 Tickets. Und auch in den letzten Heim-Partien gegen Braunschweig (noch 200 Karten) und Ludwigsburg (noch 450 erhältlich) wird die S-Arena mit 3447 Zuschauern wieder voll.

Der Schützenplatz steht am Sonntag als Parkfläche nicht zur Verfügung. - Vorgezogenes Spiel vom 33. Spieltag: Crailsheim - Skyliners Frankfurt 59:66. (haz/gsd)

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