Basketball-Bundesliga der Frauen: BG Göttingen auf Mammut-Tour nach Wasserburg

Bloß keine Mega-Klatsche

Allein gegen alle: Göttingens Alissa Pierce (am Ball) wird von Wasserburgs Laura Audere gestoppt. Foto: zje/nh

Göttingen. Was für eine Tour, was für ein Spiel: 564 Kilometer Anreise stehen den BG 74 Veilchen Ladies am Sonntag zum Auswärtsspiel beim TSV 1880 Wasserburg bevor, nach der Fahrt zu den Fireballs Bad Aibling die zweitweiteste Strecke in der Basketball-Bundesliga der Frauen. Da erst um 16 Uhr gespielt wird, wird der Göttinger Tross erst in der Nacht zu Montag wieder zurück sein.

Sportlich gesehen ist die Partie beim deutschen Rekordmeister das leichteste Spiel der Saison. Bisher holten die Bayerinnen elf deutsche Titel und wurden achtmal Pokalsieger. Wie die BG 74 stehen sie Ende März erneut im Final Four, über dessen Austragungsort noch nicht entschieden ist, wie DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht mitteilt.

Zu krasse Unterschiede

Bei den Wasserburgerinnen erwartet niemand etwas von den Veilchen-Frauen – zu krass sind die Unterschiede. Der TSV hat zwölf der 14 Saisonspiele gewonnen, führt gleichauf mit Keltern die Tabelle an. Das Team von Trainer Giannis Koukos ist durch Heidelbergs Sieg wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Wasserburg warf Mitaufsteiger Heidelberg mit einer 116:54 aus der Badria-Halle. Eine „Mega-Klatsche“ will die BG 74 vermeiden.

Wichtige Faktoren bei den „neuen Veilchen-Ladies“ sind inzwischen Katarina Flasarova und Francis Donders geworden. Mit ihnen ist das Spiel druckvoller und zielstrebiger geworden. „In Chemnitz habe ich viel von meinem Spiel verloren – jetzt komme ich langsam zurück“, erklärte Flasarova, die die Saison beim sächsischen Konkurrenten begann. Dabei sind es gar nicht die Punkte, die zählen. Ihre Erfahrung ist von großem Wert.

13 Spielerinnen, acht Länder

Wie schon Vizemeister Keltern stellt auch Wasserburg, wo Co-Trainer Nikolay Gospodinov Chefcoach Georg Eichler (früher bei Jenas Männern) ablöste, eine „Weltauswahl“. 13 ausländische Spielerinnen stammen aus neun Ländern. Zuletzt wurde die verletzte US-Centerin Rebecca Tobin gegen ihre Landsfrau Janae Smith ausgetauscht. Weitere sechs Spielerinnen erzielen pro Partie mehr als zehn Punkte. Die Amerikanerin Monique Reid ist mit 17,7 Zählern pro Spiel die erfolgreichste vor der Französin Margaux Galliou-Loko (11,1). Die deutschen Spielerinnen haben beim TSV eher Nebenrollen.

So geht es für die BG 74 Göttingen vor allem darum, sich beim Favoriten so achtbar wie möglich aus der Affäre zu ziehen. Die für die Veilchen wichtigen Spiele folgen erst später. (haz/gsd)

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