2. Basketball-Bundesliga: Göttinger verspielen beim 68:100 in Vechta den direkten Vergleich

Böse Pleite für die BG

Ging mit dem Tabellenführer Göttingen beim Spitzenspiel in Vechta unter: Sullivan Phillips, der bei der 68:100-Pleite 15 Punkte für die BG erzielte. Foto: Jelinek

Vechta. Gegen diese „Rastaman Vibration“ stand selbst die bisher auswärtsstärkste Mannschaft der 2. Basketball-Bundesliga auf verlorenem Posten. Überraschungs-Aufsteiger SC Rasta Vechta kochte die BG Göttingen weich und kam zu einem auch in dieser Höhe verdienten 100:68 (47:34)-Sieg. Den bisher schärfsten Härtetest haben die Veilchen nicht bestanden. Bitter obendrein, dass nach dem 87:64-Hinspielsieg nun auch der direkte Vergleich (32:23 für Vechta) verspielt wurde.

Der „Rasta-Dome“ war seit Wochen ausverkauft. BG-Coach Johan Roijakkers begann überraschend mit „Humpty“ Hitchens in der „starting five“, doch dessen Dreier fielen nicht. Dennoch gelang den Veilchen die erste Führung durch Akeem Vargas. Bitter für die Vechtaer, dass sich Spielmacher Richie Williams schon nach dreieinhalb Minuten an der rechten Wade verletzte. Dem Sturm und Drang der Rasta-Männer tat dies aber keinen Abbruch. Sie waren heiß darauf, die beste Auswärtsmannschaft der Liga zu stürzen.

10:7 führten die Gelben, die Halle schunkelte sich in Party-Laune. Beim 16:7 standen die 2000 Rasta-Fans auf ihren Plätzen, doch die BGer stoppten die Euphorie ein bisschen durch drei Dreier von Ramon Harris, Vargas und Paul Guede. 22:18 nach zehn Minuten, das ließ alles offen für die Göttinger.

Mit der harten Defensive von Vechta kamen sie aber im zweiten Viertel immer weniger zurecht. So zwangen die Vechtaer die Gäste zu schlechten Würfen. Mitte des zweiten Abschnitts lag die BG deshalb 24:34 hinten, jeder Ballgewinn der Gastgeber wurde frenetisch bejubelt. Aber wenigstens Vargas versuchte es, netzte weitere zwei Dreier ein. Zu allem Übel handelte sich BG-Point Guard Grimaldi nach 17 Minuten schon das dritte Foul ein. So brachten die Rasta-Männer ein klares 47:34 in die Kabine.

Und es kam noch heftiger für die BG. Das dritte Viertel sollte das bislang schwärzeste in dieser Saison werden. Die Rasta-Männer spielten sich in einen Rausch, waren nicht mehr zu stoppen. Bei den Göttingern ging wenig bis nichts. Zudem kassierten Livas und Wenzl ihre jeweils vierten Fouls. Fast fünf Minuten lang erzielten die Veilchen keinen Korb. „Oh, wie ist das schön“, feierten die Vechta-Fans ihr Team, das keine Gnade mit den Göttinger kannte und alle Nachlässigkeiten eiskalt bestrafte. Auch deshalb, weil die BG aufgrund der hohen Foul-Belastung zunehmend nachlässiger verteidigte.

Der Versuch, den direkten Vergleich mit Dreiern zu retten, scheiterte kläglich. Was die Göttinger auch versuchten – Vechta hat immer eine Antwort. So wurde das zehnte Auswärtsspiel der Veilchen zu einer Demontage. Bände sprach die Statistik: Während Vechta 51 Prozent seiner Würfe traf, kam die BG nur auf schwache 31 Prozent. Roijakkers: „Wir hatten den Sieg nicht verdient und sind kein Platz-1-Team. Heute hat eine Pro-A-Mannschaft gegen ein JBBL-Team gespielt.“ (gsd)

Von Helmut Anschütz

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