Basketball-Bundesliga Männer

Bomben-Entschärfung wirbelt Ablauf bei der BG Göttingen durcheinander

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Kann mit seinem Team nicht im eigenen Trainingszentrum trainieren: BG-Coach Roijakkers und sein Team.

Die Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Samstag hat auch Auswirkungen auf die die Basketball-Bundesligisten der BG Göttingen.

Bombenstimmung – dieser im Sportjournalismus gern verwendete Begriff für gute Stimmung unter Fans nach einem Sieg ihrer Mannschaft verbietet sich in diesem Zusammenhang von vornherein. Zu tragisch waren die Ereignisse von 2010, als drei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus Hannover bei einer Bombenentschärfung auf dem Schützenplatz vor dem Neubau der S-Arena starben.

Doch jetzt holt die Geschichte auch die BG Göttingen ein. Weil am Samstag eine 500-Kilo-Bombe am Schützenanger in unmittelbarer Nähe der S-Arena und des Maschparks (wo Fußball-Landesligist Göttingen 05 am Sonntag gegen Petershütte spielt), die Experten bei Bauarbeiten dort vermuten, entschärft werden soll, gerät die Planung des Basketball-Bundesligisten für das Erstliga-Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, Sport 1 live) ziemlich durcheinander.

Und nicht nur die Vorbereitungen des Bundesliga-Spiels. Auch die Planungen für die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, die am Samstag für die BG-Juniors mit dem Heimspiel gegen die Niners Chemnitz Academy beginnt, sind durcheinander. Das Spiel kann nicht wie geplant im BG-Trainingszentrum ausgetragen werden, sondern wird in die FKG-Halle (wahrscheinlicher Beginn 14.30 Uhr) verlegt. Dort spielt um 19 Uhr auch Frauen-Bundesligist flippo Baskets BG 74 Göttingen gegen Nördlingen.

Neu organisiert werden muss auch der Ablauf bei den Bundesliga-Profis. Training ist am Samstag im eigenen Trainingszentrum nicht möglich – es liegt im Sperrbezirk. So muss Chefcoach Johan Roijakkers mit seinem Team zum Abschlusstraining auch ins FKG ausweichen. „Wir haben arbeitstechnisch Hochbetrieb“, beschreibt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen die Situation. So muss das Parkett in der S-Arena für das Vechta-Spiel bereits am Freitag statt Samstag verlegt werden. 

Das ist nur möglich, weil derzeit Ferien und kein Schul-Betrieb sind. Auch die gesamten Anlieferungen (Catering, Getränke usw.) muss schon am Freitag erfolgen. Samstag ist wegen des Radius’ von einem Kilometer um die vermutete Weltkriegs-Bombe alles abgesperrt – sämtliche Bundes- und Innenstadt-Straßen samt der wichtigen ICE-Nord-Süd-Verbindung. Über 14 000 Göttinger müssen ihre im Umkreis liegenden Wohnungen verlassen. Eine organisatorische und logistische Mammut-Aufgabe!

Meinertshagen geht indes nicht davon aus, dass das Vechta-Spiel am Sonntag abgesagt wird, weil es Probleme bei der Bomben-Entschärfung geben könnte. Der BG-Boss: „Das halte ich für sehr unwahrscheinlich!“

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