Basketball-Bundesliga Männer

Bombenfund: Training der BG Göttingen abgesagt

Training abgebrochen: Athletikcoach Moritz Wilk (mit Maske) mit James Dickey, Kamar Baldwin und Harper Kamp (von links).
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Training abgebrochen: Athletikcoach Moritz Wilk (mit Maske) mit James Dickey, Kamar Baldwin und Harper Kamp (von links).

Ungewöhnlicher Donnerstag für die Veilchen: Am Nachmittag hatten Kapitän Akeem Vargas und Co. unvorhergesehenerweise frei.

Göttingen – Da das „Sartorius Lab“ (Trainingszentrum der BG) nach dem Bombenfund am Weender Tor am Rande der Evakuierungszone liegt, mussten auch Trainer Roel Moors und seine Mannschaft sowie Geschäftsführer Frank Meinertshagen und alle Mitarbeiter das Gebäude räumen.

Alles andere als ideal für die Vorbereitung auf das zweite Saison-Heimspiel am Samstag (18 Uhr) in der S-Arena gegen die Telekom Baskets Bonn.

Das Vormittagstraining konnte gestern noch in normaler Weise durchgeführt werden. Neuzugang Zack Bryant war erkältet, die anderen trainierten in gewohnter Art. Am Nachmittag waren Krafttraining und Werfen terminiert, doch dazu kam es nicht mehr. Ab nach Hause für die Veilchen!

„Informiert wurden wir gar nicht“, sagte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Vertriebsmitarbeiter Nils Leunig hörte, dass die Feuerwehr im angrenzenden „Athleticum Junge“ vorgesprochen habe. Mit der BBL habe es auch keinen Kontakt gegeben, sagt Meinertshagen. Er hofft, dass die BG am Freitagmittag zum Hallen-Aufbau in die S-Arena kann, damit mehr als 30 Helfer zum Beispiel das Parkett für die Partie gegen Bonn legen können. „Wenn nicht, wird es sehr schwierig“, so der BG-Chef.

Genauso schwierig dürfte auch das Match gegen die Telekom Baskets werden! Die Rheinländer sind mit zwei Siegen gestartet, haben in Berlin 88:86 und zuhause gegen Ulm nach Rückstand noch 76:73 gewonnen, also zwei Hochkaräter bezwungen. Insgesamt hat man in Bonn nach zwei nicht zufriedenstellenden Spielzeiten einen größeren Umbruch gewagt, der bislang auch Erfolge zeitigte.

An der Spitze steht der neue Trainer: Der Finne Tuomas Iisalo kam mit seinem Bruder Joonas aus Crailsheim an den Rhein, „implantierte“ sozusagen das Merlins-Gen mit schnellem, aggressiven Spiel bei den Baskets. Auf dem Parkett ist Karsten Tadda der neue Boss. „Er ist der Königs-Transfer“, sagen Bonner Szenekenner. Der frühere Bamberger und Oldenburger verkörpert durch und durch den Basketball-Profi. „In Bonn passt relativ früh in der Saison schon relativ viel zusammen“, heißt es vom Rhein. Dazu tragen vor allem die beiden Neuen Parker Jackson-Cartwright („Nennt mich PJC, das ist cool“, sagte er bei MagentaSport) und Skyler Bowlin. PJC scorte bisher 20,5 Zähler pro Partie, der Ex-Frankfurter und Würzburger Bowlin 19 im Schnitt. Zudem ist Bonn bislang das beste Rebound-Team.

Bei der BG war die Aufarbeitung der „bitteren Pokal-Niederlage“ in Braunschweig angesagt, so Meinertshagen. „Das war schwere Kost. In kurzer Zeit ist uns das Spiel auf einfache Weise entglitten. Aber von Panik sind wir weit entfernt. Es war jedoch natürlich keiner zufrieden. Wir müssen jetzt eine gute Leistung hinlegen.“ Die BG rechnet gegen Bonn mit gut 2000 Zuschauern.

Aber erst einmal müssen die Dinge um die Bombenräumung geklärt werden.

Der Schützenplatz ist als Parkplatz erneut größtenteils gesperrt.  

 Infos zur erleichterten Weitergabe von Dauerkarten unter www.bggoettingen.de  (haz/gsd-nh)

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