Basketball-Bundesliga: Erstes Spiel für die Göttinger nach drei Wochen Pause / BG-Premiere für Hummer

BG in Bonn als Karnevals-Muffel?

Topscorer im Hinspiel: Göttingens Harper Kamp (17 Punkte) setzt sich gegen Bonns Dirk Mädrich (li.) durch. Foto: zje/gsd

Göttingen. Das letzte Spiel? Ist für Basketball-Verhältnisse schon irre lange her. Am 17. Januar holte sich die BG Göttingen mit 92:113 bei Meister Bamberg die obligatorische Niederlage ab. Seit drei Wochen ist das Team von Trainer Johan Roijakkers nun ohne Bundesliga-Spiel gewesen, weil die Partie gegen München auf den 16. Februar verlegt worden war. Und auf ein Heimspiel müssen die Fans der Veilchen seit dem GießenMatch (2. Januar) sogar sechs lange Wochen(!) verzichten. Nächster Gast in der S-Arena ist am 14. Februar Bayreuth.

Zuvor muss die BG jetzt zweimal auswärts ran: Samstag (20.30 Uhr) im Bonner „Karnevalsspiel“ bei den Telekom Baskets und dann am Mittwoch (20 Uhr) in Crailsheim. Nach der langen Spiel-Abstinenz ein kompaktes Programm: Die vier Spiele in nur elf Tagen sind der Auftakt zur „Mission Klassenerhalt“. Da braucht man nicht drumherum zu reden: Zwei Siege aus diesen vier Spielen würden den Veilchen schon mächtig zur Rettung weiterhelfen.

Mit dem knapp fünftägigen Trainingslager in Rotenburg/Fulda sollte unter anderem auch der mannschaftliche Zusammenhalt neu beschworen werden. „Ich brauche Kerle mit lila Herz“, hatte Roijakkers vor kurzem gemahnt. „Das will ich jetzt auch dem Feld sehen.“

Neuer Hoffnungsträger ist nun Ian Hummer. Der US-Boy aus der Nähe von Washington soll die BG auf den großen Positionen verstärken. Auch wenn es in Rotenburg kein Testspiel gab, ist Hummers Integration gut vorangeschritten, so Roijakkers.

Drei Neue, neuer Trainer

Umformiert haben auch die Bonner Baskets ihr Team, die bisher eine enttäuschende Saison spielen (Platz 13). Mit 125-Kilo-Center Yancy Gates (zuletzt in China), Langston Hall und Sean Marshall stehen drei Neuzugänge im Team von Coach Carsten Pohl, der Mathias Fischer nach dessen Erfolglos-Serie kurz vor Weihnachten ablöste. In ihren bisher erst drei Einsätzen ordneten sich Gates und Marshall gleich in die Phalanx der zweistelligen Baskets-Scorer ein. Besser als Gates (14,7 Punkte pro Spiel und schon bester Rebounder) ist nur noch Aaron White (15,0). Marshall liegt mit Tadas Klimavicius gleichauf (11,7). Zweistellig trifft noch Rotnei Clarke (11,1).

Fast unglaublich: Der zurückgekehrte BG-Hoffnungsträger Khalid El-Amin kam in seinen bisher sieben Einsätzen auf 15,9 Zähler im Schnitt – BBL-Platz fünf. Und Harper Kamp liegt – ja, wirklich – zusammen mit Bonns Gates auf Rang zehn (14,7) in der Gesamtscorerliste.

Übrigens: Gegen Bonn holte die BG im Hinspiel (75:68) ihren ersten Heimsieg im fünften Heimspiel. Die lila-weiße Fan-Gemeinde hätte nun sicher nichts dagegen, wenn das Team um Kapitän David Godbold bei den Jecken am Rhein zum Spaß- und Spielverderber werden würde. (haz/gsd)

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