Basketball-Bundesliga: 13. Heimsieg beim 76:69 gegen Hagen / Ludwigsburg kommt

Boone heute vierter Ausfall?

In die Zange genommen: Hagens Michael Hakim Jordan wird von Göttingens John Little (li.) und Jason Boone (21) gestoppt. Aufmerksamer Beobachter ist Hagens Rolandas Alijevas (20). Foto: Jelinek

Göttingen. Es bedurfte erneut eines enormen Kraftaktes im insgesamt 100. Spiel Erstligaspiel der Vereinsgeschichte, ehe die BG Göttingen gegen den Tabellenvorletzten Phoenix Hagen mit einem 76:69 (36:32) den 13. Sieg im 13. Heimspiel dingfest gemacht hatte. Der Riesenaufwand stand somit wieder einmal in einem durchaus positiven Verhältnis zum Ertrag, wie im Übrigen schon häufig in dieser Saison.

Hoffnung mit Blick auf das Nachholspiel am Dienstag der Veilchen ab 19.30 Uhr in der Lokhalle gegen EnBW Ludwigsburg, das die Brose Baskets Bamberg am vergangenen Wochenende nahe an einer Niederlage hatte (72:73), den 14. Heimsieg zu landen, macht die Analyse von BG-Trainer John Patrick nach dem Spiel gegen Hagen: „In den ersten 30 Minuten waren wir ein bisschen arrogant, das Ego-Spiel meiner Spieler hat mir nicht gefallen.“ Will heißen: Schafft es seine Mannschaft, sich gegen Ludwigsburg wieder als geschlossene Einheit zu präsentieren, werden auch die Schwaben die Festung „Lokhölle“ nicht stürmen können. Zumal die BG noch eine Rechnung mit den Ludwigsburgern, bei denen der Ex-BGer Kyle Bailey inzwischen aussortiert wurde, offen hat. Das Hinspiel verlor man nach Verlängerung 92:94.

Heimdebüt für Adamczak

Kritik musste Spielmacher Taylor Rochestie einstecken, der in vielen Situationen gegen die Hagener mit dem Kopf durch die Wand wollte. Doch auf der anderen Seite trauten sich unter anderem Chris Oliver und auch Robert Kulawick nicht immer, freie Würfe zu nehmen, so dass es Rochestie wie schon häufiger vorbehalten blieb, die entscheidenden Punkte zu markieren, so mit einem Dreier zum vorentscheidenden 72:67 1:23 Minuten vor Schluss oder auch mit zwei erfolgreichen Freiwürfen kurz darauf zum 74:69.

Sein Heimdebüt gab Nico Adamczak, der eine Doppellizenz sowohl für die BG 74 Göttingen, die gerade den Klassenerhalt in der ersten Regionalliga geschafft hat, als auch für den Göttinger Bundesligisten. Seine Einsatzzeit betrug knapp vier Minuten.

Entscheidend für den knappen Sieg über den Aufsteiger aus Hagen waren letztlich dessen 22 Ballverluste. „Mit ein paar weniger Ballverlusten hätten wir vielleicht gewonnen. Alles in allem war es aber ein gerechter Sieg der Göttinger“, meinte Hagens Trainer Ingo Freyer. 

Bei aller Zuversicht gibt´s aber neue BG-Sorgen: Jason Boone wurde böse unterlaufen, knallte auf den Boden und hat nun eine Handverletzung. „Wir warten die Untersuchung eines Handspezialisten heute Vormittag ab“, so Teammanager Jan Schiecke am Montag. „Eine Spieltags-Entscheidung.“ Nicht auszudenken, wenn Boone nach Anderson, Frazier und Jacobson auch noch ausfällt... Übrigens: Mit einem Sieg ist die BG am Dienstagabend Zweiter! (gsd)

Von Walter Gleitze

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