Bundesliga-Abstiegskampf: Behält die BG Göttingen die Nerven?

Der Kapitän ging in der Chefrolle gut voran: Göttingens David Godbold (am Ball) flitzt durch die Lücke zwischen Oldenburgs Philipp Schwethelm (rechts) und Klemen Prepelic (links). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Eigentlich ist im Kampf um den Klassenerhalt der Basketball-Bundesliga am vergangenen Spieltag nichts passiert. Nach der BG Göttingen (74:79 gegen Oldenburg) verlor auch Tübingen als letzter der Abstiegskandidaten am frühen Sonntagabend in München noch deutlich mit 70:95.

Keiner der Abstiegskandidaten konnte sich einen großen Vorteil verschaffen. Außer, dass Hagen mit einem klaren Sieg auf den Abzug von sechs Punkten reagiert hat.

Wie ist die Lage im Abstiegskampf?

Sie wird immer dramatischer. Die Göttinger haben sich durch einen beherzten Auftritt gegen Oldenburg neues Selbstvertrauen für die restlichen Spiele geholt. Die meisten dachten, ohne El-Amin und Everett gibt es eine Klatsche gegen den Niedersachsenrivalen. Das Gegenteil war der Fall. Der Favorit musste sich mächtig strecken, um bei der BG zu gewinnen.

Wer Sprang für die beiden Spielmacher in die Bresche?

Das Team! Fünf Spieler spielten mehr als 27 Minuten. Hummer 27:44, Kamp 31:47, Mönninghoff 34:02, Schwarz 34:57 und Kapitän Godbold sogar 37:51 Minuten. Dieses BG-Quintett haute sich förmlich rein. Spohr (nicht 100 Prozent fit), Boykin (angeschlagen), Kulawick (Grippe-geschwächt) und Onwuegbuzie) verschafften ihm Luft. Harper Kamp ist die „Rakete der Saison“: Zum 20. Mal in Folge punktete der „Aushilfs-Center“ zweistellig.

Sind El-Amin und Everett in Braunschweig wieder dabei?

El-Amin hat nach Oberschenkel- und Knieverletzung jetzt Rückenprobleme, sagt Trainer Johan Roijakkers. Bei Everett sei die Knöchelverletzung „nicht so schlimm“.

Was sagen die Spieler?

„Wir haben uns gut gehalten, das zeigt unser Potenzial“, meinte Malte Schwarz. „Wir haben Charakter gezeigt, aber das Quäntchen Glück hat gefehlt. Wenn wir frei aufspielen können, sieht man, was möglich ist. Eine Überraschung wäre schön gewesen.“

Was erwartet die BG in Braunschweig?

Ein Sieg bei den Braunschweiger Löwen wäre für die BG extrem wichtig. Braunschweig hat mit sechs Punkten Rückstand keine Chance mehr auf die Playoffs. Zuletzt waren nur noch 2100 Zuschauer in der VW-Halle. Gut möglich, dass das Duell am Samstag wieder einmal zum „Heimspiel“ für die Veilchen wird. Christian Zigenhorn vom Fanklub Veilchen-Power hatte nach dem Oldenburg-Spiel schon 180 Tickets verkauft, Mindestens 300 BG-Fans werden im Niedersachsenderby erwartet.

Was verraten die restlichen Spiele?

Der Abstieg klärt sich an zwei Doppel-Spieltagen. Crailsheim hat jetzt Berlin und München und danach drei Abstiegskonkurrenten vor der Brust. Ganz wichtig sind die Spiele MBC - Bremerhaven, Bremerhaven - Crailsheim. Die Bremerhavener spielen zum Schluss gegen Oldenburg und Bamberg, müssen also vorher punkten. Das BG-Restprogramm ist hammerhart, zwei Siege wären sehr gut. (haz/gsd)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.