Basketball-Bundesliga Frauen

Chance zur Revanche für flippo Baskets Göttingen gegen Spitzenreiter Keltern

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Wieder lange Einsatzzeit: Göttingens Jill Morton (am Ball gegen Halles Ex-Göttingerin Cori Coleman) stand am vergangenen Sonntag fast 30 Minuten auf dem Feld. 

Der letzte Auftritt steigt ausgerechnet gegen den Spitzenreiter – der zudem in elf Spielen noch ungeschlagen ist und die Tabelle der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) souverän anführt. Zur für die flippo Baskets BG 74 Göttingen ungewöhnlichen Spieltags- und Uhrzeit sind die Rutronik Stars Keltern am Samstag um 16 Uhr in der FKG-Halle zu Gast.

Erst vor zwei Wochen leisteten die Göttingerinnen ihrem samstäglichen Gegner beim Hinspiel in Dietlingen (bei Pforzheim) erbitterte Gegenwehr und führten bei den „Sternen“ kurz vor Schluss mit 64:62, ehe dem Tabellenführer noch der glückliche Ausgleich zum 64:64 gelang. In der Verlängerung waren die Baskets dann mit ihren Kräften am Ende, sodass es noch eine deutliche 66:81-Pleite gab. Dennoch war es eines der besten Spiele der gesamten Saison.

„Aber Keltern ist jetzt der klare Favorit“, sagt Baskets-Coach Goran Lojo vor dem „Rückspiel“ gegen den Tabellenführer, der bislang alle elf Partien gewonnen hat – zuletzt knapp mit 66:63 gegen den in dieser Saison aufstrebenden TK Hannover. Dadurch hat das Team des Trainergespanns Christian Hergenröther und Juliane Höhne seinen Vorsprung in der Tabelle weiter ausgebaut. Viele Experten rechnen damit, dass sich die Mannschaft aus Baden-Württemberg den Titel sichern wird.

Allerdings hat die Dominanz der Rutronik Stars auch einen faden Beigeschmack. Das Team hat keine einzige deutsche Spielerin in seinem Aufgebot – und dies trotz anderslautender Beschlüsse der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL). In der Mannschaft finden sich drei Amerikanerinnen, zwei Serbinnen, zwei Belgierinnen sowie je eine Akteurin aus Lettland, Estland, Großbritannien und Kroatien – ein reiner Profi-Kader. Die Spielerinnen können sich voll ihrem Sport widmen und müssen nicht – wie viele flippo Baskets – Studium oder Schule absolvieren.

Noch beschämender ist allerdings, dass die DBBL-Leitung offenbar nichts unternimmt, um diesem Zustand – die rein ausländischen Spielerinnen bei Keltern – abzuhelfen. Von Chancengleichheit gegenüber den anderen Erstligisten kann da keine Rede sein. Und natürlich auch nicht von angemessener Förderung der deutschen (Nachwuchs-)Spielerinnen.

Übrigens: In der vergangenen Saison schafften die Göttingerinnen die Überraschung und siegten am 17. Oktober 2018 mit 67:59 gegen die Rutronik Stars. Ist so etwas heute wieder möglich?  haz/gsd-nh

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