2. Basketball-Bundesliga: Geschäftsführer Crowder und Trainer Paar über die BG-Ladies

Chef nicht ganz zufrieden

Riesen-Sprung nach vorn: Göttingens neue Centerin Vera König (am Ball gegen die Neusserin Jana Heinrich) zählt zu den positiven Überraschungen im bisherigen Saisonverlauf der Veilchen Ladies: Zweitbeste Werferin (72 Punkte), zweitbeste Rebounderin (40). Foto: Jelinek/gsd

GÖTtingen. „Nein“, sagt Richard Crowder, „ganz zufrieden sind wir nicht! Wir hatten uns mehr erhofft als fünf Siege und vier Niederlagen.“ Durchaus kritische Töne vom Geschäftsführer der Veilchen Ladies, die in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen derzeit auf Platz fünf rangieren. „Aber in der vergangenen Saison standen wir genauso da und haben dann eine Super-Rückrunde gespielt.“

„Ich hätte gern ein, zwei Spiele weniger verloren“, mahnt auch Trainer Hermann Paar an. Damit meint er die Saisonpremiere in Wuppertal (nach zweimaliger Verlängerung verloren) und die Heimpleite gegen Lichterfelde. „Basketballerisch haben wir uns aber recht ordentlich entwickelt“, sagt Paar weiter. „In der Verteidigung sind wir auf einem guten Weg, aber noch nicht so weit, wie ich es gern hätte. Beim Rebounding haben wir Fortschritte gemacht.“

Verletzungsbedingte Ausfälle

„Am meisten stören mich aber unsere Verletzungen“, meint Paar. Birte Bencker, Lucy Thüring (beide schwer verletzt), Merle Wiehl (krank und verletzt) und Geschäftsführer-Tochter Jenny Crowder (krank) – das waren und sind schwerwiegende Ausfälle bei den BG-Ladies.

Nicht zuletzt deshalb machte das Führungs-Trio Richard Crowder, Andreas Fink und Roland Emme-Weiß einen Relaunch im laufenden Spielbetrieb. Katharina „Kitty“ Müller und Katarina Flasarova kamen neu bzw. wieder, Spielmacherin Joanna Miller wurde durch Rückkehrerin Monique Smalls ersetzt. „Wir haben reagiert, weil wir den Eindruck, hatten, wir würden unsere Ziele aus den Augen verlieren. Die Neu-Formation hat sich aber ausgezahlt“, sagt Crowder. „ Die letzten drei Siege sollten wir jedoch nicht überbewerten.“ Die BG-Ladies bleiben vorsichtig!

Zu Recht, denn die „richtigen“ Bewährungsproben kommen erst noch. Nach einem spielfreien Wochenende geht es gegen den ungeschlagenen Nord-Spitzenreiter TK Hannover und danach im DBBL-Pokal (Achtelfinale) zum ebenfalls ungeschlagenen 2. Liga-Süd-Tabellenführer Bad Aibling. „Das sind echte Gradmesser“, sagt Crowder, „aber die Spiele kommen zwei, drei Wochen zu früh.“ „Zwei Teams mit Erstliga-Etat“, merkt Paar hintergründig an. „Danach wissen wir, wo wir stehen.“

Sehr positiv sieht Paar auch die neue, erst 19-jährige Centerin Vera König, die zuletzt auch als Topscorerin überzeugte. „Ein gutes Mädel! Sie hat sich unheimlich entwickelt, ist aber erst am Anfang und hat noch großes Potenzial. Sie ist bescheiden, offen, ehrgeizig. An ihr werden wir noch viel Freude haben.“ (gsd)

Von Helmut Anschütz

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