2. Basketball-Bundesliga Frauen: BG 74 verliert deutlich 45:72

Chemnitz viel zu stark

Vergebens, aber gut gekämpft: Göttingens Johanna Hirmke (rechts) gegen Chemnitz’ Nadja Prötzig. Foto: Jelinek

Göttingen. Der Spitzenreiter der zweiten Basketball-Bundesliga war für die Frauen der BG 74 Göttingen dann doch eine Nummer zu groß. Die somit weiterhin ungeschlagenen Chemcats aus Chemnitz gewannen gegen das Team von Trainerin Jennifer Kerns am Ende sehr deutlich mit 72:45 (35:23) und unterstrichen damit ihre Ambitionen auf den sofortigen Wiederaufstieg ins Oberhaus.

So verrückt es sich auch anhört: Zwei Viertel gewannen die Gäste aus Sachsen, zwei Viertel die BG 74. Der Unterschied lag allerdings darin, dass Chemnitz seine Viertel exakt deckungsgleich mit 23:7 für sich entschied, während die Veilchen ihre Viertel lediglich mit 16:12 und denkbar knapp mit 15:14 gewannen mit dem Schlusspunkt eines Dreiers von Centerin Klaudia Grudzien. Doch die Gastgeberinnen werden nicht den Fehler begehen, sich an Chemnitz, dieser Übermannschaft in dieser Liga, orientieren zu wollen, obwohl Kerns davon sprach, nicht chancenlos gegen den Tabellenersten zu sein.

Kein Vorwurf von Kerns

Der ließ indes von Beginn an keinerlei Zweifel am späteren Sieg aufkommen. Erst nach 3:30 Minuten kamen die BGerinnen durch ihre Spielmacherin Jenele Peterson zu ihren ersten Punkten zum 2:6. Die ChemCats schienen dann aber beim Stande von 11:7 so richtig ernst zu machen und ließen in der Folgezeit bis Ende der ersten zehn Minuten nicht einen einzigen Punkt mehr zu, schafften einen 12:0-Lauf. Da half auch nicht, dass Kerns von „Mann“- auf Zonendefensive umstellen ließ. Vor allem fand die BG 74 kein Mittel gegen Katharina Wahlberg, die zudem Frau unter beiden Körben war, am Ende neun Rebounds geangelt hatte. Die BG 74 zeigte gleichwohl auch zu viel Respekt vor diesem Gegner, wirkte in der Offensive häufig mutlos.

Das änderte sich im zweiten Viertel, als die Gäste einen Gang zurückschalteten und so die BG besser ins Spiel kam und nun auch traf. Es blieb indes ein Strohfeuer, Chemnitz zog nach der Pause wieder an und wurde auch vom Ergebnis her seiner Favoritenrolle gerecht.

„Wir haben nicht das gespielt, was wir spielen können. Dennoch kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Alle haben toll gekämpft, und werden im nächsten Spiel die richtige Antwort geben“, zeigte sich Kerns als faire Verliererin.

BG 74: Daub 3, Thüring 3/davon 1 Dreier, Aha 4, Hirmke 2, Jörgensen, vom Hofe, Müller 6, Peterson 12, Grudzien 13/1, Lücken 2. (gsd)

Von Walter Gleitze

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