1. Startseite
  2. Sport
  3. BG Göttingen

Christopher Schultz: Göttingens größtes Basketball-Talent

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Walter Gleitze

Kommentare

Schwer zu stoppen: Chris Schultz (links) im NBBL-Spiel der Sartorius Juniors gegen Haris Ganibegovic von der Mitteldeutschen Basketball Academy.
Schwer zu stoppen: Chris Schultz (links) im NBBL-Spiel der Sartorius Juniors gegen Haris Ganibegovic von der Mitteldeutschen Basketball Academy. © Hubert Jelinek/gsd

Kann man von einem Basketball-Juwel sprechen? Zumindest deuten die Statistiken (siehe Extrakasten) in der nun abgelaufenen Saison der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) darauf hin, dass mit Chris Schultz ein waschechter Göttinger den Sprung in das Team des Bundesligisten BG Göttingen in absehbarer Zeit schaffen könnte.

Göttingen – Im Schnitt 29,13 Punkte und 14,07 Rebounds pro Spiel, 13 Double-Double und ein Triple-Double gegen Bayreuth (21 Punkte, 16 Rebounds, 10 Assists) – das sind weitere Statistikwerte des 18-jährigen, 1,94 Meter großen und 98 Kilogramm schweren Shooting Guards bei den Göttinger Sartorius Juniors –, die noch einmal auf das unglaubliche Potenzial hinweisen, das in Schultz steckt.

Begonnen hat der Schüler an der IGS Geismar mit dem Fußball mit seinem Bruder Lennart beim SC Hainberg. „Über meinen Vater bin ich aber mit neun Jahren dann zum Basketball gekommen“, erzählt er. Prof. Dr. Wolfgang Schultz betreute jahrelang als Mannschaftsarzt das Basketball-Team der BG 74 Göttingen in der 1. Bundesliga und hat die Veilchen international während der Eurochallenge verantwortlich betreut.

Neben seinem 20-jährigen Bruder Lennart, der in der vergangenen Saison beim Pro B-Zweitligisten BBC Coburg spielte, bevor er sich schwer  verletzte und nun eine Reha absolviert, spielt sein 22-jähriger Bruder Nikolas beim Basketball-Regionalligisten ASC Göttingen, bei dem Chris mit Doppellizenz auch in der abgelaufenen Saison eingesetzt wurde. Mit der U 14 der BG 74 Göttingen wurde er Vizemeister nach einer Finalniederlage gegen Bayern München.

Im vergangenen Jahr war Chris zehn Monate in Tennessee (USA) und belegte von allen Schulen in diesem Bundesstaat einen beachtlichen vierten Platz, kehrte dann zu den Sartorius Juniors zurück, mit denen er in der Abstiegsrunde Nord den ersten Platz belegte und nun ab der kommenden Saison im Herrenbereich spielt. Nächstes Jahr macht er sein Abitur.

Ob er sich eine Profikarriere vorstellen kann? „Ich werde weiter beim ASC spielen, da das Abitur erst einmal Priorität hat“, sagt Schultz. Er strebe eine Profi-Karriere nicht unbedingt an. Ob er sofort mit dem Studium anfängt – dabei lässt er den Studiengang noch offen, Sportjournalismus würde ihn aber reizen – kann er sich aber auch vorstellen, sich erst einmal ausschließlich auf Basketball zu konzentrieren. Und wenn die BG Göttingen, zu der es aber noch keinen direkten Kontakt gibt, an ihn herantritt, würde er sich naturgemäß freuen, für die Veilchen zu spielen – denn „in Göttingen habe meine Freunde und Familie“. Indes zieht er alles in Betracht, „was mich weiterbringt. Das kann auch Pro A und Pro B sein, wo ich möglicherweise mehr Spielzeit bekomme“. Vorstellen kann er sich aber auch, noch einmal in die USA an ein College zu gehen und sich dort im Basketball weiterzuentwickeln.  (Walter Gleitze/gsd)

Die Schultz-Brüder: Lennart, Chris und Nikolas im Garten ihrer Eltern, bei denen sie zurzeit wohnen.
Die Schultz-Brüder: Lennart, Chris und Nikolas im Garten ihrer Eltern, bei denen sie zurzeit wohnen. © Hubert Jelinek/gsd

Auch interessant

Kommentare