Basketball: Verletzter BG-Neuzugang Mangold stellte seine Ernährung komplett um

Comeback ohne Nudeln

Das verletzte linke Bein auf dem Stuhl: Andrej Mangold (vorn, hier eine Szene vom Test gegen Groningen) wird erst im kommenden Jahr wieder Basketball spielen können. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Diese Vorbereitungsphase wird er (leider) nicht so schnell vergessen: Ende August zog sich Andrej Mangold (29) im Training einen Kreuzbandriss am linken Knie zu, muss nach der Operation in Pforzheim (1. September) nun noch wochen- und monatelang pausieren. Dabei wollte der Abwehrspezialist nach seinem Wechsel von Bonn zu Basketball-Bundesligist BG Göttingen neu angreifen. Um nun möglichst bald wieder fit zu werden, hat der gebürtige Burgdorfer seine Ernährung umgestellt.

„Der Körper kriegt sozusagen eine Kur. Das hilft mir im Heilungsprozess“, sagt Mangold, der bei BG-Fitmacher Rainer Junge kürzlich in die erweiterte Therapieform eingestiegen ist. Der Neu-Göttinger nimmt so unter anderem keine Kohlenhydrate, die zum Beispiel in Nudeln und Reis enthalten sind, mehr zu sich. Auch auf Zucker versucht er, so weit wie möglich zu verzichten. Umso mehr setzt er jetzt auf Proteine und Eiweiß, isst daher viel Salat und Gemüse sowie Fleisch. „Morgens gibt es oft Eier mit Bacon“, berichtet Mangold, der zudem Gluten-freie Ernährung bevorzugt.

„Da ich seit rund sechs Wochen kaum in Bewegung bin, verbrenne ich auch kaum Kalorien“, sagt Mangold weiter. Für sich selbst sei die andere Form der Ernährung aber „keine extreme Umstellung, da ich schon vor der Verletzung versucht und darauf geachtet habe, mich gut zu ernähren“. Auch gesunder Schlaf ist ihm wichtig.

Vor mehreren Jahren machte Mangold in seiner Bonner Zeit schon einmal eine Stoffwechsel-Kur. „Das war ziemlich schwierig, aber es ging mir gut dabei, ich war nicht mehr müde“, berichtet der Neu-BGer. Bei aller Selbstdisziplin gibt es ab und zu aber auch eine „Belohnung“: „Gelegentlich muss aber mal ein Eiscreme sein!“

Zweites Standbein

Das Thema Ernährung spielt bei Mangold auch in anderer Hinsicht eine Rolle. So gründete er mit zwei Freunden, unter anderem dem Neffen von Schauspieler Til Schweiger, eine in Gießen ansässige Firma, die ein spezielles Kaugummi vertreibt (www.daskaugummi.de). Die von dem Trio entwickelten Geschmacksrichtungen (ohne Zucker) sind ungewöhnlich: Orange-Ingwer, Zitrone-Basilikum, Holunder-Minze. Per TV-Sendung auf „Vox“ versuchten sie Kapital für ihr Unternehmen zu akquirieren. Für eine Investment von einer Viertelmillion Euro hatten sie zehn Prozent ihrer Firma angeboten. Doch der Deal klappte nicht. Egal, die innovative Idee von Mangold, dessen BG-Team am Samstag wieder ohne ihn in Berlin spielt, hat für sich schon einen gewissen Charme. (haz/gsd)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.