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Dämpfer für die BG Göttingen zur rechten Zeit?

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Da kann man sich ja nur an den Kopf fassen! Harald Frey (links) drückt aus, wie den BGern nach dem 75:78 zumute war. Sieht man auch beim entgeistert schauenden Mark Smith (Mitte), während Frankfurts Joshua Obiesie (rechts, 17 Punkte) den Göttingern mit seinem letzten Dreier den sportlichen Garaus machte.
Da kann man sich ja nur an den Kopf fassen! Harald Frey (links) drückt aus, wie den BGern nach dem 75:78 zumute war. Sieht man auch beim entgeistert schauenden Mark Smith (Mitte), während Frankfurts Joshua Obiesie (rechts, 17 Punkte) den Göttingern mit seinem letzten Dreier den sportlichen Garaus machte. © Imago/Eibner/Ulrich Scherba

Ein Dämpfer zur rechten Zeit? Das bleibt abzuwarten. Jedenfalls konnte die BG Göttingen die Chance, sich ein gutes Entree in die bevorstehende, wohl schwierigste Saisonphase zu verschaffen, nicht nutzen.

Göttingen – Das 75:78 beim vorherigen Tabellenvorletzten Frankfurt zeigte, dass sich die Veilchen im Vorderfeld der Basketball-Bundesliga auf Dauer nur behaupten können, wenn Energie und Intensität im Angriff sowie Aggressivität in der Abwehr konstant vorhanden sind.

Mit dem möglichen sechsten Sieg in Serie und dem damit verbundenen Rückenwind zu den Hamburg Towers zu fahren – das wird nun nichts.

Aber auch klar: Das kommt Jammern auf ziemlich hohem Niveau gleich!

„Frankfurt hat verdient gewonnen. Wir haben das bekommen, was wir verdient haben“, analysierte Trainer Roel Moors knallhart und nüchtern. „Eigentlich hätte es vergangene Woche schon so sein müssen, aber da hatten wir Glück (gegen den MBC, d. Red.). Wir haben heute nur fünf Minuten mit der richtigen Intensität gespielt. Danach hätte Frankfurt nur noch durch Dreier das Spiel gewinnen können. Und was machen wir? Wir geben ihnen sechs Stück im letzten Viertel. Frankfurt hat über 40 Minuten mit mehr Konstanz gespielt und hatte mehr Energie.“

Jetzt hat sich die Konstellation gerade vor dem zweiten von vier Auswärtsspielen hintereinander am kommenden Sonntag (15 Uhr) in Hamburg nicht unbedingt verbessert. Vor allem auch weil die Towers Trainer Raoul Korner nach der Heimpleite gegen Ulm gefeuert haben (weil deutsche Spieler opponiert haben sollen, wie aus Hamburg zu hören war) – da will sich jeder Akteur unter Interimscoach Benka Barloschky, der Korner bereits vertrat, als der Österreicher erkrankt war, neu beweisen. Was das Match für die BG nicht einfacher macht.

„Weniger die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise, wie sich das Team präsentiert hat, hat deutlich gemacht, dass wir jetzt handeln müssen“, erklärte Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby die Entscheidung zur Trennung von Korner nach dem Ulm-Spiel. „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass Raoul die Mannschaft nicht mehr so erreicht, wie es in unserer aktuellen Situation nötig wäre.“

Von derlei Ungemach ist Moors meilenweit entfernt. Bei der Rekrutierung des aktuellen Teams hat er ein glückliches Händchen gehabt, was aber eben nicht immer der Fall ist. „Wir sind ein junges Team, haben Potenzial und Talent“, beschrieb Harald Frey nochmals in einem MagentaSport-Interview die Tugenden der Mannschaft. „Die Team-Chemie wird immer besser, das ist unsere große Stärke. Gegen uns ist es schwer zu spielen.“

Von der imaginären Marke von zehn Saisonsiegen, die gemeinhin mit dem Klassenerhalt gleichgesetzt werden, sind die Göttinger nur noch einen Erfolg entfernt. Zu realisieren gilt es dabei, dass die bisherigen neun Erfolge in nur 14 Partien eingetütet wurden. In schlechteren Spielzeiten wäre man glücklich gewesen, wenn man sie nach doppelt so vielen Spielen erreicht gehabt hätte.

„EuStress“ (positiver Stress) im aussichtsreichen Playoff-Kampf statt „DiStress“ (negativer Stress) im knallharten Abstiegskampf also bei den Veilchen – damit sollte doch umzugehen sein.  (haz/gsd)

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