Aus im Achtelfinale

DBBL-Pokal: Großer Kampf gegen Keltern, aber BG 74 Göttingen raus

Gute Partie nach einem Schlag in den Magen: Göttingens Griechin Vasiliki Karambatsa (am Ball) gegen Kelterns Amerikanerin Krystal Vaughn.
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Gute Partie nach einem Schlag in den Magen: Göttingens Griechin Vasiliki Karambatsa (am Ball) gegen Kelterns Amerikanerin Krystal Vaughn.

Knapp an einer faustdicken Überraschung vorbei schrammten die Basketball-Frauen der BG 74 Göttingen im Achtelfinale des DBBL-Pokals. Gegen Bundesliga-Spitzenreiter Rutronik Stars Keltern führten die flippo Baskets gegen Ende des dritten Viertels in der leeren FKG-Halle mit 54:46, unterlagen dem nur mit ausländischen Spielerinnen stark besetzten Tabellenführer noch mit 61:73 (30:41).

Göttingen – Die BGerinnen fanden zunächst schwer in die Partie, lagen schnell 5:14 hinten, weil sie die Defensiv-Rebounds nicht kontrollieren konnten. Nach und nach kämpften sie sich aber elanvoll heran, sodass Keltern nach zehn Minuten nur 22:18 vorn lag.

Nur vier Minuten später traf Viki Karambatsa, die gleich zu Beginn nach einem Schlag in den Magen keine Luft mehr bekam und minutenlang auf dem Feld lag, beim 22:22 zum Ausgleich. Danach starteten die Gäste einen 10:0-Lauf zum 32:22. Als es mit 30:41 in die Pause ging, schien es so, als die Partie gelaufen.

Doch im dritten Viertel spielten die flippos großartig auf und legten einen sagenhaften 16:0-Lauf hin zum 46:41. Erst nach 7:05 Minuten erzielte Keltern im dritten Durchgang durch US-Girl Jasmine Thomas per Dreier die ersten Punkte. Störte die BG 74 aber nicht! Per Dreier und im nächsten Angriff mit zwei Freiwürfen baute Sandra Azinovic die Göttinger Führung auf 54:46 aus - das hatte niemand erwartet! Was wäre nur los gewesen, wenn Zuschauer das Heim-Team angefeuert und noch nach vorn gepeitscht hätten? So aber verkürzte Keltern noch auf 53:54 nach 30 Minuten. Dennoch: Ein Klasse-Viertel der flippos, das sie 24:12 gewannen.

Im Schlussabschnitt ging ihnen aber die Puste aus. Nun legten die Stars wieder einen eine 10:0-Serie hin, führten 63:54, weil die Baskets sechs Minuten korblos blieben. Bitter zudem, dass Ruzica Dzankic nach einer Aktion von Kelterns Belgierin Emmanuella Mayombo, die die BGerin mit dem Finger ins Auge traf, ausschied – ein Foul pfiffen die Schiedsrichter dabei nicht. Am Ende hatte die BG 74 nur noch wenig zuzusetzen, sodass Keltern als Favorit doch noch mit 73:61 gewann und ins Pokal-Viertelfinale einzog.

BG 74: Blazevic 12, Roscoe 2, A. Oevermann, J. Crowder 6, Azinovic 13/davon 3 Dreier, Karambatsa 10, Göttling, Weski, Lupfer 12/3, Dzankic 6, Bosilj, Kentzler.

Kelterns beste Werferinnen: Thomas 20/3, Mayombo 14/1, Vaughn 13.  gsd

Von Helmut Anschütz

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