Basketball-Bundesliga Männer

Desaströses 81:109 - BG Göttingen von Merlins entzaubert

Den gegnerischen Korb im Blick: Göttingens Luke Nelson (am Ball) wird hier vom Ex-BGer Elias Lasisi, der für Crailsheim am Ende 20 Punkte erzielt hatte, verteidigt. Links Crailsheims Jamuni McNeace.
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Den gegnerischen Korb im Blick: Göttingens Luke Nelson (am Ball) wird hier vom Ex-BGer Elias Lasisi, der für Crailsheim am Ende 20 Punkte erzielt hatte, verteidigt. Links Crailsheims Jamuni McNeace.

Das Hinspiel in der Basketball-Bundesliga hatte die BG Göttingen bei den Merlins (die „Zauberer“) aus Crailsheim bereits deutlich 77:89 verloren. Nun kam es im Rückspiel aber noch bitterer für das Team von Trainer Roel Moors. Das 81:109 (36:48) kam denn auch einer Demütigung in der S-Arena gleich.

Göttingen – Und so redete Moors auch in seinem überaus kurzen Statement auf der Pressekonferenz nicht um den heißen Brei herum:

„Alles, wofür wir die letzten Wochen gearbeitet haben, haben wir in diesem einen Spiel weggeworfen.“ Die BG wurde von den „Zauberern“ verzaubert.

Zwar eröffnete der Lette Rihards Lomazs, der für Deishuan Booker erstmals in der „starting five“ stand, diese Partie für die Gastgeber mit einem erfolgreichen Drei-Punkt-Wurf, konnten die Veilchen zumindest bis zum 14:16 mithalten gegen die personell dezimierten Gäste. Doch in der Folgezeit riss der Faden bei den BGern völlig. Crailsheim mit seinem überragenden Center Bogdan Radosavljevic legte bis zum Ende des ersten Viertels einen 10:0-Lauf zum 26:14 hin.

Die zweiten zehn Minuten begannen für die Göttinger so katastrophal, wie das erste Viertel endete – viertelübergreifend schien der Lauf mit dem 19:2 der Merlins beim 35:16 kaum enden zu wollen. Hatte sich Göttingens Spielmacher Luke Nelson im ersten Viertel noch vornehm zurückgehalten, so erzielte der englische Nationalspieler im zweiten Viertel immerhin zehn Punkte, davon allein zwei Dreier, sodass die Gastgeber sich beim Halbzeitstand von 36:48 zumindest noch in Schlagweite befanden. Warum bis zu diesem Zeitpunkt Nelson Weidemann noch nicht eingewechselt wurde, begründete Moors so: „Weidemann hat aus disziplinarischen Gründen nicht gespielt.“ Über die Gründe wollte sich der BG-Coach nicht weiter auslassen.

Im dritten Viertel drehte dann bei den BGern Aubrey Dawkins auf. Als er in der 28. Minute auf 60:67 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung bei den Veilchen auf, das Spiel doch noch zu drehen. Diese Hoffnung wurde indes von einem Ex-BGer zerstört. Elias Lasisi, der bis zu diesem Zeitpunkt nur einen seiner Drei-Punkt-Würfe erzielt hatte, stellte erst einmal mit dem 70:60 den zweistelligen Abstand wieder her. Der Belgier war es auch, der nun Lunte gerochen hatte und das letzte Viertel mit einem weiteren Dreier zum 81:65 eröffnete, im weiteren Verlauf noch zwei weitere folgen ließ und mit 20 Punkten zweitbester Werfer hinter Radosavljevic, der 28 Punkte beisteuerte, war.

Kein Faktor bei den Göttingern war in dieser Partie Center Tai Odiase, dem zwei Ballverluste bei insgesamt sieben im ersten Viertel unterlaufen waren, was ihn wohl derart verunsichert hatte, dass er weit unter seinen Möglichkeiten blieb.

„Wir haben immer eine Lösung gegen die verschiedenen Verteidigungsvarianten des Gegners gefunden“, war dies für Crailsheims Trainer Tuomas Iisalo unter anderem der Schlüssel zum Sieg.  (Walter Gleitze/gsd)

20 Punkte für die BG: Göttingens Aubrey Dawkins (rechts) gegen Crailsheims Jeremy Jones.

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