Dickes Lob vom Bamberg-Boss für die BG Göttingen: Guter Job!

Saisonrekord mit 24 Punkten: Göttingens Darius Carter (am Ball) setzt sich gegen Bambergs Leon Radosevic (links) und Lucca Staiger durch. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. So knapp davor, eines der Top-Teams der Basketball-Bundesliga zu schlagen, war der BG Göttingen lange nicht. Selbst von Rolf Beyer, Geschäftsführer von Meister, Pokalsieger und Euroleague-Starter Brose Bamberg, gab es ein dickes Lob für die Veilchen: „Ihr habt einen guten Job gemacht“, meinte er zu seinem BG-Geschäftsführer-Kollegen Frank Meinertshagen.

„Das war ein großartiges Spiel“, meinte auch Meinertshagen. „Anfangs schien das Spiel den befürchteten Verlauf zu nehmen, es war ein schwieriger Beginn. Zum Schluss war es dann schade. Ihr hätte mir gewünscht, dass Bambergs Nikolic mal ein Offensiv-Foul gepfiffen bekommen hätte, er hat Leon Williams immer mit dem Ellenbogen bearbeitet.“ Hatten die Bamberger da einen Bonus bei den Referees? Der BG-Chef:„Einen gewissen Bonus scheint es zu geben…“

„Ein geiles Spiel! Die BG hatte Bamberg am Rande einer Niederlage“, anerkannte auch „Altmeister“ Ulli Frank die Leistung der Veilchen. „Schade, dass der letzte Wurf nicht kam.“ Zwiespältig sah es bei den BG-Spielern aus. „Wir haben eine gute Defense gespielt und Bamberg bei 71 Punkten gehalten“, sagt Leon Williams. „Bamberg hatte eine langsame Spielweise, wir haben versucht, schnell zu spielen.“

Gegen Bamberg, dessen Trainer Andrea Trinchieri Causeur, Veremenko und Zisis schonte und nach der Halbzeit auch Staiger und Melli nicht mehr einsetzte, war Darius Carter der herausragende BGer. Mit 24 Punkten (16 vor, 8 nach der Pause) stellte er seinen persönlichen Saisonrekord auf – per Korbleger aus der Nahdistanz, per krachendem Dunk und sogar per Dreier. Ein astreiner Auftritt des „Big Man“. „Das war ein großartiges und intensives Spiel. Wir hatten nichts zu verlieren“, meinte er im „telekombasketball“-Interview. Jetzt werde man sich aber in den letzten Spielen nicht ausruhen. Carter: „Wir sind eine tolle Gruppe, jeder spielt uneigennützig.“

„Unsere Energie war großartig“, stimmte auch BG-Coach Johan Roijakkers in die allgemeine Lobhudelei mit ein – aber zu Recht. „Mit einem Punkt zu verlieren tut schon ein bisschen weh. Aber ich bin stolz. So knapp zu verlieren, passiert nicht immer. Wir müssen daran denken, wo wir herkommen und mit welchem Budget wir arbeiten.“

Jetzt gegen Patricks Riesen

Alles andere als überschwänglich reagierte auch Trinchieri. „Das war ein großer Kampf. Wir haben das, was wir wollten – einen harten, schweren Sieg. Wir waren schwach im Umschaltspiel, aber gut im Rebounding.“ Dies war am Ende wohl auch das einzige Manko, das Roijakkers seiner Mannschaft ankreidete. Bei den Rebounds, sonst vor allem offensiv eine große Stärke der BGer, waren sie den Franken-Hünen mit 26:37 unterlegen gewesen.

Da das Hagen-Spiel am kommenden Sonntag aus den bekannten Gründen ausfällt, spielen die Veilchen erst am Ostermontag (18 Uhr) wieder gegen die MHP Riesen Ludwigsburg mit Trainer John Patrick. (haz/gsd-nh)

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