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Drama-Sieg gegen Hamburg: BG-Big Points für die Playoffs

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Von: Helmut Anschütz, Walter Gleitze

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Spektakuläre Szene unterm Hamburger Korb: Der mit 19 Punkten herausragende BG-Spielmacher Stephen Brown (22) gerät gegen den estnischen Towers-Center Maik Kotsar (11) schwer ins Straucheln. Hamburgs Justus Hollatz 21) und Göttingens Jeff Roberson (5) beobachten die gefährliche Aktion.
Spektakuläre Szene unterm Hamburger Korb: Der mit 19 Punkten herausragende BG-Spielmacher Stephen Brown (22) gerät gegen den estnischen Towers-Center Maik Kotsar (11) schwer ins Straucheln. Hamburgs Justus Hollatz 21) und Göttingens Jeff Roberson (5) beobachten die gefährliche Aktion. © Hubert Jelinek/gsd

Der Hallen-DJ hatte mal wieder die passende Musik für die After-Game-Party parat: „Walking on Sunshine“ der Band „Katrina & The Waves“ trällerte durch die S-Arena. Passte prima zum vorherigen 83:80-Big-Point-Sieg der BG Göttingen gegen Playoff-Kontrahent Hamburg.

Göttingen – Zwei ober-wichtige Zähler der Veilchen, für die der Sonnenschein schien, im Kampf um die Endrunde!

Zwar hat die BG den direkten Vergleich gegen die Towers nicht gewonnen – die Hanseaten hatten das Hinspiel klar mit 46:83 für sich entschieden –, das interessierte die über 2400 begeisterten Fans, die es mit den Veilchen halten, am Sonntagabend nach dem hinreißenden Sieg nur am Rande.

„Ich bin heute unglaublich stolz auf mein Team. Es hat reagiert und mit viel Energie gespielt. Obwohl das Spiel sehr eng war, finde ich, dass wir den Sieg verdient haben“, meinte ein äußerst zufriedener BG-Coach Roel Moors und schob die Begründung für den verdienten Sieg hinterher. „Wir hatten das Spiel die meiste Zeit unter Kontrolle. Ich habe wieder ein Team gesehen, das mit Selbstbewusstsein spielt, so wie ich es gerne sehe. Das ist für uns ein wichtiger Schritt nach den vergangenen Wochen, die ganz schwierig waren.“

Nach den Niederlagen in Oldenburg, gegen Heidelberg und Würzburg und in Braunschweig und dem nicht überzeugenden 76:72-Sieg gegen Fast-Absteiger Frankfurt haben die Veilchen nun scheinbar die Kurve gekriegt in Richtung Playoffs. Denn die Hamburger sind ärgster Konkurrent im Kampf um einen dieser acht Playoff-Plätze. Auch wenn Coach Moors das „P-Wort“ aus seinem Sprachgebrauch zumindest vorerst verbannt hat.

Herausragend diesmal Spielmacher Stephen Brown, der die letzten fünf Punkte erzielte und damit zum Matchwinner wurde. „Alle haben ihren Teil dazu beigesteuert“, verteilte er das Lob bei MagentaSport, das mit großem Besteck das „Courtside live“-Spiel inklusive Experte Pascal Roller präsentierte, auf das gesamte Team. Und auch Harper Kamp atmete durch, während er Tochter Marli ihren kleinen Glücksbringer wiedergab; „Ein ganz wichtiger Sieg!“

Der bisherige BG-Topscorer Kamar Baldwin fliegt am Dienstag nach Atlanta, nimmt dort die Reha nach seiner Operation (Teilabriss des Brustmuskels) auf. Das bedeutet: In Göttingen wird man den BBL-Topscorer, der er lange war, nicht wiedersehen, höchstens als Gegner. Die BG wird Baldwin für die nächste Saison nicht halten können – andere Klubs werden finanziell mindestens das doppelte bieten. Baldwin wird aber einer der Spieler sein, den die Fans nicht vergessen werden. Das zeigten sie vor dem Tip-off per Transparent: „Thank you, Kamar – get well soon“ (werde bald wieder gesund), verbunden mit „MVP, MVP“-Gesängen. Der wertvollste Spieler, ja, das war Baldwin in vielen Partien für die BG – genauso ein Glücksgriff wie vergangene Saison Rihards Lomazs!

Zeit zum Durchatmen? Gibt’s nicht! Schon am Dienstag fährt die BG nach Bamberg. Zum nächsten Big- Point-Spiel um die Playoffs am Mittwoch bei einem direkten Konkurrenten. Hartes Profi-Programm! (Walter Gleitze und Helmut Anschütz/gsd)

Bye-bye, BG! Kamar Baldwin (mit Arm in der Schlinge) winkt neben Hallensprecher Nils Leunig zum Abschied den Fans.
Bye-bye, BG! Kamar Baldwin (mit Arm in der Schlinge) winkt neben Hallensprecher Nils Leunig zum Abschied den Fans. © Hubert Jelinek/gsd

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