Basketball-Bundesliga Männer

Drei Spiele für die BG Göttingen in fünf Tagen

Schneidig zieht er zum Korb: Göttingens Rihards Lomazs (am Ball) gegen Berlins Simone Fontecchio. Der neue Lette ist mit seinem Team in dieser Woche schwer gefordert.
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Schneidig zieht er zum Korb: Göttingens Rihards Lomazs (am Ball) gegen Berlins Simone Fontecchio. Der neue Lette ist mit seinem Team in dieser Woche schwer gefordert.

Auf das jetzt folgende Stress-Programm haben sie sich ja zumindest schon mal gut eingestimmt: Nach dem 87:82-Sieg in Würzburg wird’s jetzt für die BG Göttingen in dieser Woche heftig.

Göttingen – In nur fünf Tagen stehen drei Spiele an: am Mittwoch in Bayreuth, am Freitag in Ulm und am kommenden Sonntag wieder zuhause gegen Crailsheim.

Ausgerechnet im Schnee-Chaos ein Mammut-Programm auf den kaum oder gar nicht zu befahrenden Autobahnen. 352 km nach Bayreuth zur Oberfrankenhalle, 264 km von Bayreuth nach Ulm zur ratiopharm-Arena und dann zum netten Abschluss noch einmal 430 km von Ulm zur S-Arena auf dem Schützenplatz. Macht zusammen laut Google-Maps lockere 1064 Kilometer. Bleibt abzuwarten, ob dieses Programm auch so wie geplant ablaufen kann.

BG-Chef Frank Meinertshagen blieb am Montag besser zuhause in Hannover im Home-Office. „Ungern, aber die Züge fuhren nicht, und die Autobahn war dicht.“ So konnte er sich auch nur telefonisch mit Trainer Roel Moors austauschen. Meinertshagens Eindruck vom Würzburg-Sieg: „Es war ein verdienter Sieg. Wir spielen besser als noch vor Wochen, hatten noch zu viele Fehler in der Defensive und deshalb auch noch Luft nach oben.“

Auch für Moors war es ein „korrektes Spiel“. Lob gab’s nachträglich auch noch für Tai Odiase. „Er hat offensiv und defensiv gut gespielt, war konzentriert und hat Konstanz im Spiel. Er bringt immer etwas.“

Aufmunterung gibt’s für Odiases Center-Kollegen Dennis Kramer, der derzeit in einem Loch steckt, in Würzburg nicht spielte. „Er ist sehr positiv auf der Bank“, lässt Moors Kramer nicht fallen.

Neues gibt es auch in Sachen „Corona-Hilfe Profi-Sport“. Den BGern und allen anderen Profi-Klubs winkt eine zweite Runde an finanziellen Zuwendungen. Für die laufende Zeit von Januar bis Juni können von März bis Mai erneute Anträge für entgangene Ticket-Einnahmen gestellt werden, berichtet Meinertshagen. Als Vergleichszeitraum dient dabei die Zeitspanne von Januar bis Juni 2019. Bis zu 90 Prozent Erstattung seien dabei möglich, so der Veilchen-Chef.

Im ersten Paket Corona-Hilfe Profi-Sport hatten die BGer 343 000 Euro erhalten und zuvor schon Geld aus einem KfW-Kredit, der teilweise zurückgezahlt werden konnte. Meinertshagen: „Wir hoffen auf einen ähnlichen Betrag. Den benötigen wir auch, sonst sieht es düster aus.“ Insgeheim hegt er die Hoffnung, dass zumindest zum Saisonende im April oder Mai vielleicht doch noch wieder vor (einer eventuell reduzierten Anzahl an) Fans gespielt werden kann. Der BG-Boss: „Uns fehlen weiter Sponsoren- und Ticketeinnahmen.“

Von den von der Politik zur Verfügung gestellten 200 Millionen Euro waren in der ersten Phase weit weniger als die Hälfte abgerufen worden.  (haz/gsd-nh)

Weitere Partien am 17. Spieltag: Dienstag: Ulm - München, Frankfurt - Bamberg, Crailsheim - Berlin, Würzburg - Gießen. - Mittwoch: Chemnitz - Vechta, Ludwigsburg - Braunschweig, Oldenburg - Hamburg.

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