Dreimal gegen seine Ex-Klubs: BGer de Mello vor "Retro-Tour"

In den nächsten Wochen dreimal gegen seine Ex-Klubs: BG-Neuzugang Dominik Bahiense de Mello (re., hier gegen Bremerhavens Lorenzo Williams) trifft dabei auf viele alte Bekannte und Freunde. Archivfoto: gsd/nh

Göttingen. Bonn, Frankfurt und Oldenburg – das waren bislang die eher wenigen Stationen von Dominik Bahiense de Mello in seiner Karriere als Profi-Basketballer.

Mit dem Göttinger Auswärtsspiel am kommenden Sonntag (17 Uhr, live im TV auf „Sport1“ und im BBL-TV) bei den EWE Baskets Oldenburg beginnt für ihn jetzt sozusagen seine persönliche Retro-Tour.

Denn nach der Partie in der neuen, größeren, 6000 Zuschauer fassenden Oldenburger EWE-Arena kommt mit den Skyliners aus Frankfurt de Mellos vorvorheriger Klub, bei dem er sechs Jahre spielte, nach Göttingen (1. Februar), ehe es nach dem Heim-Intermezzo gegen Hagen in seine Geburtsstadt Bonn geht (14. Februar). In nur drei Wochen gegen die drei Ex-Klubs – das ist schon ungewöhnlich.

Wie nach Hause kommen

„Drei Jahre habe ich ja in Oldenburg gespielt“, blickt de Mello zurück. „Da habe ich mich total zuhause gefühlt. Mit den Leuten dort bin ich immer noch unglaublich verbunden. Die ersten zwei Jahre bei den Baskets waren eine sehr besondere zeit für mich“, erzählt der Deutsch-Brasilianer, der bei der BG auf den Positionen Zwei (Shooting Guard) oder Drei (Small Forward) spielt. Das Spiel am Sonntag sei für ihn nun so etwas wie „nach Hause kommen“.

Die Realität, dass er nun seine Brötchen bei den Veilchen verdient, hat de Mello natürlich nicht aus den Augen verloren. „Ich würde mich natürlich über nichts mehr freuen als in Oldenburg zu gewinnen“, sagt der Deutsch-Brasilianer.

Fast hätte dies ja schon beim Hinspiel am 30. Dezember geklappt, als die Göttinger bis weit in die zweite Halbzeit hinein in Führung lagen. Am Ende setzte der breitere und erfahrenere Baskets-Kader aber doch noch durch. „Im dritten Viertel sind wir eingebrochen“, erinnert sich de Mello an die Partie in der Lokhalle zum Jahresende 2014.

Ein Sieg bei den Oldenburgern wäre für de Mello auch „ein bisschen Genugtuung“, denn seine dritte Saison im Team von Trainer Sebastian Machowski verlief nicht mehr ganz zufriedenstellend. Der Neu-BGer erhielt nur noch wenige Spielanteile, hatte aber eben mit den Amerikanern Julius Jenkins und Chris Kramer auch zwei absolute Top-Spieler vor sich, die nur schwer zu verdrängen waren und sind.

Und wie sieht es derzeit bei der BG aus? „Es ist ganz ungewohnt, mit allen Spielern trainieren zu können“, sagt de Mello. Alle zehn Profis sind momentan dabei, dazu kommen die Youngsters um Shooting-Star um Andy Onwuegbuzie. „Wir haben jetzt viel mehr Qualität im Training, können mit zwei Teams gegeneinander spielen, die dabei ebenbürtig sind. So ist auch mehr Tiefe im Team.“

Überprüfung

Wie schon einmal in der 2. Liga wird bei der BG derzeit mit einem Sensorsystem trainiert, das zum Beispiel die Herzfrequenz der Spieler überprüft. Per GPS-Sensor auf dem Rücken werden die Daten erfasst. So werden Leistungsdaten aus den Trainingseinheiten erfasst, Über- und Unterbelastungen aufgezeigt. Coach Johan Roijakkers kann mit den gewonnenen Erkenntnissen das Training noch besser steuern. (haz/gsd)

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