Dritter BG-Sieg in Serie: Papa Stockton feiert seinen Sohn

Nach dem Sieg gegen Würzburg: BG-Spielmacher Michael Stockton (Mitte) mit Vater und NBA-Legende John und Mutter Nada (Foto oben). Mit 21 Punkten erfolgreichster BG-Werfer: Brion Rush (links) gegen Würzburgs Clifford Hammonds (rechts). 2 Fotos: ats/gsd

Göttingen. Einen solchen Stargast „vom Fach“ hatte Basketball-Bundesligist BG Göttingen wohl noch nie: Eher unauffällig saß John Stockton im blauen Hemd leger vier Reihen hinter der Team-Zone von Veilchen-Gegner s.Oliver Würzburg. Und lernte sofort die Riten des Göttinger Basketballs kennen. Aufstehen, bis der erste Korb fällt, ganz viel anfeuern und klatschen. So hatte auch der einstige NBA-Star der Utah Jazz (bester Passgeber der US-Profi-Liga) seinen kleinen Anteil am 81:74 (38:34)-Sieg der Veilchen gegen die Mainfranken. Den weitaus größeren hatte indes sein Sohn Michael, der inzwischen schon zum Kopf des BG-Teams geworden ist. Stockton junior gelangen vor 3254 Zuschauern wieder 20 Punkte und acht Vorlagen – da applaudierte auch der Papa begeistert für seinen Sohn.

Da passte es auch, dass Fan-Vorsänger Christian Zigenhorn Michael Stockton auch als „Man of the Match“ auserkor. In bestem Deutsch absolvierte der BG-Kapitän (früher schon bei Zweitligist Karlsruhe) auch die Sieges-Humba („Gib‘ mir ein H“ usw.). Beim dritten Göttinger Sieg in Serie erneut ein Klasse-Auftritt von Stockton!

Rush mit 21 Punkten

Zumindest punktemäßig übertroffen wurde er noch von Brion Rush mit 21 Zählern. Mit seinem heißen Händchen legte er dem Team von Trainer Dirk Bauermann vier Dreier ins Netz. Auch der Basketball-Globetrotter wird immer wertvoller für die Veilchen, die ohne Leon Williams (Sprunggelenksverletzung im Training) antraten.

„Das haben die Göttinger klasse gemacht“, lobte hinterher auch Würzburgs Ex-BGer Andrej Mangold den Auftritt seines bisherigen Klubs. Zwar konnte das Team von Coach Johan Roijakkers die Kreise von Nationalspieler Robin Benzing (23 Punkte), der einmal mehr fast gnadenlos ausgepfiffen wurde, und Cliff Hammonds (16) nicht einengen. Doch dafür hielten die Veilchen die weiteren Würzburger im einstelligen Bereich.

„Göttingen hat die Leistungen der beiden letzten Siege in überzeugender Weise bestätigt“, lobte Gäste-Coach Bauermann hinterher. „Die BG hat sehr physisch verteidigt. Respekt vor dieser Leistung, eine tolle Stimmung in der Halle! Göttingen hat die schweren Würfe getroffen.“

Das fand auch Roijakkers. „Das Publikum war auch sehr wichtig für uns, es hat uns durch schlechte Phasen getragen.“ Wie der Niederländer nun mal so ist, lobte er nicht etwa seine herausragenden Protagonisten, sondern Nicolai Simon und Joanic Grüttner, die den Ausfall von Williams kompensierten.

BG-Chef Frank Meinertshagen sprach von einer „Super-Leistung. Wir waren stark in der Defense.“ „Über die 40 Minuten haben wir uns den Sieg verdient“, sprach Stefan Haukohl stellvertretend für sein Team. Bereits am Montag (19 Uhr) prüft die BG nun Euroleague-Starter Brose Bamberg. Ex-NBA-Star John Stockton fehlt dabei allerdings. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.