2. Basketball-Bundesliga: BG-Roijakkers und Heidelbergs Garbelotto kennen sich gut

Duell der Trainer-Freunde

Manchmal ist Basketball auch Bodenkampf: Center Michael Wenzl fingert im Heimspiel gegen Ehingen dem Ball hinterher, kommt aber nicht mehr heran. Hinten sieht Bobby Davis zu. Mehr Rebounds zu holen, war diese Woche ein wichtiger Inhalt des Trainings. Foto: Jelinek

Göttingen. Die „Last-second-Niederlage“ am vergangenen Sonntag in Düsseldorf (59:60 nach 59:50-Führung) hat die BG Göttingen mächtig gewurmt. Müssen nun morgen (19 Uhr, S-Arena) die MLP Academics aus Heidelberg dafür büßen? Die Veilchen sind jedenfalls heiß auf die Mannschaft von Gästetrainer Tony Garbelotto.

Der Heidelberger Coach ist ein guter Freund von BG-Trainer Johan Roijakkers. Beide kennen sich seit vielen Jahren, beide haben unter US-Coach Chris Finch in Houston (Texas) gearbeitet. Zudem war Garbelotto auch Assistenz-Coach der britischen Basketball-Nationalmannschaft. So ist dem Heidelberger auch Göttingens englischer Außen Paul Guede bekannt und ebenso Nick Livas. Und noch etwas: Der erste Trainer in Europa von BG-Routinier Sullivan Phillips war – genau: Tony Garbelotto. Roijakkers und sein süddeutscher Kollege kennen sich also fast aus dem Eff-Eff, zumal beide auch immer montags miteinander telefonieren und sich dabei über die Gegner ihrer Mannschaften austauschen. „Es gibt fast keine Geheimnisse mehr zwischen uns“, lächelt Roijakkers.

40-Punkte-Sieg im Hinspiel

„Die Heidelberger sind gut in Form“, hat sich der BG-Coach informiert. Am 4. November hatten die Göttinger in Heidelberg leichtes Spiel und kamen zu einem in der Höhe sensationellen 40-Punkte-Sieg (108:68). „Da hat Heidelberg noch die Athletik gefehlt.“ Jetzt sei das inzwischen anders, so Roijakkers: „Das ist jetzt nicht mehr dasselbe Team wie damals.“

Die Heidelberger kommen mit einer ausgeglichenen Bilanz nach Südniedersachsen. Zuhause haben sie sieben Siege geholt und vier Niederlagen kassiert. Auswärts ist es genau umgekehrt: Vier Erfolge und sieben Pleiten. Durch die vier Siege in Leipzig, Gotha, Karlsruhe(!) und Jena sollten die Veilchen aber gewarnt sein. Zuletzt setzte es jedoch drei Auswärtsschlappen in Folge: In Essen, Crailsheim und Ehingen wurde verloren. Zuletzt gab es zwei Heimsiege gegen Düsseldorf und Gotha.

Aushängeschild der MLP Academics ist Devin White: In der Korbjägerliste rangiert der Amerikaner, der zuletzt in New Orleans spielte, auf Platz fünf. Im Schnitt kommt er pro Spiel auf respektable 16,5 Punkte und fischt 6,6 Rebounds weg. Clint Sargent kommt auf 13 Zähler, gefolgt vom besten deutschen Spieler Janis Heindel (10,4). Zur „Deutschen-Riege“ zählen ebenso Kristian Kuhn, Oliver Komarek, Kai Barth und Christian von Fintel.

Stechmann statt Donkor

Bei den Veilchen gibt es keine Ausfälle, alle Spieler sind fit, sagt Coach Roijakkers gestern. Allein Aaron Donkor steht wegen eines anderweitigen Einsatzes nicht zur Verfügung. Für den NBBL-Point Guard aus dem BBT-Team rückt Lennart Stechmann wieder ins Team. Besonders gearbeitet haben die BGer diese Woche im Training an den Rebounds. Damit war der Trainer in Düsseldorf nicht ganz zufrieden. (haz/gsd-nh)

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