Göttinger Basketballer müssen sich im Pokal mit Platz vier begnügen – Titel erstmals an Bamberg

„Es war eine tolle Erfahrung“

Lohn der Mühe: Die Bamberger Sieger und ihr Pokal. Foto: dpa

Frankfurt. Das Echo auf das Top-Four-Turnier um den BBL-Pokal in der an beiden Tagen mit über 5000 Zuschauern ausverkauften Frankfurter Ballsporthalle war überwiegend positiv. Stimmung, Organisation und hochklassiger Basketball gehörten zu den herausragenden Merkmalen. Verdienter Sieger des zum 18. Mal ausgespielten Basketball-Pokals wurden erstmals die Brose Baskets aus Bamberg mit 76:75 (43:32) gegen Veranstalter Frankfurt Skyliners. Das kleine Finale entschieden die Eisbären Bremerhaven mit 90:65 (39:52) gegen die BG Göttingen für sich.

Beide Halbfinalspiele am Samstag waren an Spannung kaum zu überbieten. Bis drei Minuten vor Schluss war im Spiel der Göttinger beim Stande von 57:54 für Brose Baskets Bamberg noch nichts entschieden. Am Ende aber verbaute der Angstgegner der BG den Südniedersachsen mit einem 71:59 (39:29)-Sieg den Weg ins Pokalfinale. Das erreichte Veranstalter Frankfurt Skyliners mit einem hauchdünnen 61:59 (32:35)-Erfolg über die Eisbären aus Bremerhaven in einem ebenso spannenden Match.

Trotz des lediglich vierten und letzten Platzes seiner Mannschaft zog BG-Trainer John Patrick ein positives Fazit: „Es war eine gelungene Veranstaltung und eine tolle Erfahrung für meine Spieler, vor über 5000 begeisterten Fans zu spielen.“ Immerhin hatten sich 700 Göttinger Fans auf den Weg gemacht und unterstützten ihre Mannschaft mit einer Leidenschaft, die Patrick so charakterisierte: „Göttingen hat die besten Fans in Deutschland.“

Schade nur, dass es für das Finale für die Veilchen nicht gereicht hatte, was allemal möglich gewesen wäre, wenn da nicht die desaströse Freiwurfquote (vier von 14) und auch die schwache Trefferquote von nur 37 Prozent gewesen wäre. Damit brachte sich die BG selbst um den Lohn. Bamberg verstand es zudem, in den letzten entscheidenden Minuten mit einer Doppelung den bis dato besten Göttinger Taylor Rochestie, mit 20 Punkten auch Topscorer in diesem Halbfinale, aus dem Spiel zu nehmen. Gleichwohl spielen die Veilchen noch um die deutsche Meisterschaft, haben die Playoffs sicher, und sind auch noch beim Final Four der EuroChallenge in der heimischen Lokhalle dabei.

Das Spiel um den dritten Platz schenkten die Göttinger weg. Schonung für die Leistungsträger war oberstes Prinzip. Ohne Jason Boone, John Little und die hinlänglich bekannten Langzeitverletzten, dafür mit Tobias Welzel, Nachwuchsspieler Nico Adamczak und Teammanager Jan Schiecke, die reichlich Spielzeiten erhielten, standen die Göttinger gegen ein motiviertes Team aus Bremerhaven auf verlorenem Posten. Aber wenn schon nicht die BGer gewannen, Sieger im Wettstreit der besten Fans waren eindeutig die 700 an den Main gereisten Göttinger, die ihr Team trotz der beiden Niederlagen feierten. Mannschaft und Trainer dankten es ihnen mit einem Spruchband: „Unser Herz gehört Euch! Danke!“

Von Walter Gleitze

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.