BG-Spielmacher hält alles für möglich

El-Amin: An Playoffs denken

Schon wieder ’was schief gelaufen: Bereits zum dritten Mal in dieser Saison hat Alex Ruoff ein Trikot mit seinem falsch geschriebenen Namen („ROUFF“, Nummer 7) an – und das bei dem schicken, neuen Dress. Rechts Khalid El-Amin, links Jamal Boykin. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Die Playoffs sind kein Thema!“ Das sagte Johan Roijakkers noch am vergangenen Freitag im Vorfeld der Partie gegen Frankfurt.

Nach dem 74:62 gegen die Skyliners führt aber auch für den Trainer von Basketball-Bundesligist BG Göttingen kaum noch ein Weg daran vorbei, zur Kenntnis zu nehmen, dass die Veilchen tatsächlich ein Kandidat für die Endrunde der besten acht Teams sind.

„Alles ist möglich, wir müssen an die Playoffs denken“, sagte BG-Star Khalid El-Amin im BBL-TV-Interview. „Aber wir sollten auch nur von Spiel zu Spiel denken.“ Der „Kugelblitz“ gehörte wie Kapitän David Godbold und Alex Ruoff, dessen Name auf den neuen Trikots schon wieder mal falsch geschrieben war („ROUFF“), zum „Sieg-Trio“ der Veilchen. El-Amin weiter: „Godbold macht die vielen kleinen Dinge, die wenige sehen. Insgesamt passen wir den Ball gut, werden von Woche zu Woche besser.“ Was ist denn da noch zu erwarten von der BG?

Etwas vorsichtiger ist Robert Kulawick: „Wir haben jetzt zehn Siege. Wenn wir 13 haben sollten, können wir das Wort Playoffs in den Mund nehmen.“ BBL-TV-Kommentator Stefan Koch erwähnte Roijakkers zudem nicht zum ersten Mal als Kandidaten für die Auszeichnung „Trainer des Jahres“.

Trotzdem gibt’s auch Probleme bei der BG: Teammanager Jens Woisczyk war krank, so dass noch mehr Arbeit auf Trainer Roijakkers lastete. Ticketing-Mitarbeiter Chris Roselieb ist im Krankenhaus, bei der Suche nach einem Nachfolger für Anna Jäger sondiert der Klub, so BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen, nach wie vor. Nachdenkenswerter Spruch aus dem BG-Umfeld: „Wenn’s sportlich nicht gerade so gut laufen würde, würde der Baum brennen.“

Basketball ist ein meist faszinierender Sport. Tempo, Rasanz, Rasse, Klasse - das mögen die Fans. Weniger faszinierend sind Basketball-Tabellen, die nicht auf den ersten Blick logisch und verständlich sind. Wie jetzt geschehen mit Beteiligung der BG Göttingen. Nach dem souveränen 74:62-Sieg gegen Frankfurt wurde zunächst verkündet, dass die Veilchen Achter und auf einem Playoff-Rang stünden. FALSCH! Die Realität ist anders...

Göttingen ist offiziell Neunter hinter Braunschweig (Siebter) und Quakenbrück (Achter). Die Rechnung geht so: Weil alle punktgleich (20:20) sind, wird eine Extra-Tabelle aufgemacht. Braunschweig schlug Artland 89:79, verlor gegen die BG 79:81 = macht plus 8 Punkte. Die Dragons siegten bei der BG 83:70, verloren in Braunschweig 79:89 = macht plus 3. Die BG unterlag Quakenbrück 70:83, gewann in Braunschweig 81:79 = macht minus 11. Daher der offizielle Tabellenstand. Alles klar?

Für Basketball-Funktionäre vielleicht, für Otto Basketball-Normalverbraucher nicht. Ergebnisse von vor einem Vierteljahr heranzuziehen, die niemand im Kopf hat, um eine Tabelle zu berechnen, ist paradox, verkompliziert alles. Eine vermeintliche Schwäche der Sportart Basketball - das ist im Fußball einfacher und verständlicher! (haz/gsd-nh)

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