Starkes Zeichen im Abstiegskampf

Publikumsliebling El-Amin zurück bei der BG Göttingen

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Antreiber, Leistungsträger und Publikumsliebling: Khalid El-Amin (li., hier gegen Frankfurts Justin Cobbs) spielt wieder für die BG Göttingen.

Göttingen. Seit einigen Tagen wurde darüber in Fan-Kreisen schon spekuliert – jetzt ist es tatsächlich wahr: Basketball-Bundesligist BG Göttingen holt Khalid El-Amin (36) zurück ins Team.

Eine spektakuläre Rückhol-Aktion, mit der die Veilchen ein starkes Zeichen im Kampf gegen den Abstieg setzen – und gerade auch vor dem nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag (15 Uhr) gegen Abstiegskonkurrent Crailsheim. Der „Zauberzwerg“ (nur 1,78m groß) ist wieder da! In der vergangenen Saison wurde der sechsfache Vater El-Amin aus Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota), wo seine Familie lebt, zum Kopf und zum Herz der Veilchen. Als einer von gleich drei Göttinger Spieler landete er mit 14,5 Punkten pro Spiel unter den Top-Ten-Scorern der Bundesliga auf Platz acht (hinter Raymar Morgen/Dritter und Alex Ruoff/Fünfter).

Aktualisiert um 19 Uhr

„Das war Arbeit seit einigen Wochen, bis alle Puzzle-Teile ineinander gepasst haben“, meinte BG-Coach Johan Roijakkers freudestrahlend. „Schön, dass alles geklappt hat. Ich hatte seit dem Sommer immer Kontakt zu Khalid. Wir haben immer telefoniert.“ Mit El-Amin, der wieder seine Lieblingsnummer 42 bekommt und einen Vertrag bis Saisonende erhält, haben die BGer endlich auch wieder den zuletzt vermissten Anführer im Team. „Uns hat ein Leader gefehlt“, gibt Roijakkers zu. „Der war nötig. Wir waren zu introvertiert, Khalid bringt jetzt auch wieder Emotionalität ins Team.“

Nach der vergangenen Serie war El-Amin zu Sigal Prishtina in den Kosovo gewechselt, spielte dort in der Balkan-Liga (12 Punkte im Schnitt) und auch im FIBA Europe Cup (12,5). „Dass er jetzt zu uns zurückkommt, ist auch ein Kompliment für unsere Organisation“, sagt Roijakkers. „Er liebt die Stadt und die Fans, wollte nur hierher zurückkommen.“ Weitere personelle Konsequenzen hat die Rückkehr El-Amins nicht, sagt Roijakkers. „Alle andere Spieler bleiben“, so der Niederländer. Auch Marque Perry, der in Würzburg enttäuschte, und bislang nicht nachweisen konnte, El-Amins Nachfolger zu sein. El-Amin flog am Montag um 16.20 Uhr von Prishtina nach Frankfurt, wo ihn Team-Manager Physiotherapeut Dominik Theodorou abholte.

Am späten Abend traf El-Amin wieder in Göttingen ein. Da das Team am Dienstag frei hat, steigt das erste Training mit ihm am Mittwochvormittag. Möglich wurde der Transfer durch „zusätzliche finanzielle Unterstützung und Netzwerktätigkeit“ von langjährigen Partnern und Freunden, so BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen.

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