Basketball: BG erwirtschaftet bei EuroChallenge-Finalturnier über 300 000 Euro

Endrunde bringt leichtes Plus

Geschäftsführer unter sich: BG-Chef Marc Franz (re.). im Gespräch mit BBL-Boss Jan Pommer. Foto: Jelinek

Göttingen. Die Bilanz der „starting five GmbH“ (s 5), der Trägergesellschaft der BG Göttingen, vor der noch nicht ganz abgelaufenen Saison der Basketball-Bundesliga fällt in fast jeder Hinsicht überaus positiv aus. Die Veilchen im Viertelfinale zur deutschen Meisterschaft, erstmals in einem europäischen Wettbewerb und auf Anhieb EuroChallenge-Sieger geworden. Sportlich war kaum noch mehr drin im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur Eliteliga im Basketball.

Die wirtschaftlich wichtigste Erkenntnis war, dass die s 5 zweifellos ein finanzielles Risiko mit der Ausrichtung der EuroChallenge eingegangen war. Am Ende aber standen über 300 000 Euro, die erwirtschaftet wurden. „Unter dem Strich konnten wir die EuroChallenge mit einem leichten Plus abschließen“, sagt s 5-Geschäftsführer Marc Franz.

Euro-Cup im nächsten Jahr

Auch auf die Leistung in der Bundesliga konnten Trainer John Patrick und seine Spieler stolz sein. Zwar kam, wie auch ein Jahr zuvor, das Aus bereits im Viertelfinale, aber die fünf Spiele gegen die Eisbären Bremerhaven im Modus „best of five“ standen auf des Messers Schneide, und das Aus der BGer war insofern ganz bitter, als es in der letzten Sekunde geschah. „Nach dem Schock in letzter Sekunde in Spiel fünf gegen Bremerhaven hat sich inzwischen doch eine gewisse Zufriedenheit mit dem Saisonverlauf eingestellt“, so Franz. Und die Göttinger befanden sich mit ihrem Viertelfinal-Aus in bester Gesellschaft. Denn seitdem die deutsche Basketball-Meisterschaft in den Playoffs entschieden wird, hat es das noch nicht gegeben, dass die nach der Hauptrunde vier Bestplatzierten allesamt ausgeschieden sind - neben Göttingen Alba Berlin, EWE Baskets Oldenburg und Telekom Baskets Bonn.

Wie sehr sich gerade mit dieser Mannschaft der Saison 2009/10 die Göttinger Fans identifizieren, zeigte auch die Abschlussveranstaltung am 25. Mai, als sich noch einmal bis auf Antoine Jordan alle Spieler in der Lokhalle präsentierten. Über 800 Fans bewiesen ihre Treue zu diesem Team, das alle Sympathie für eine grandiose Spielzeit verdient hatte.

Durch den EuroChallenge-Sieg sind die Veilchen nun startberechtigt für den zweithöchsten europäischen Wettbewerb, den Euro-Cup, in dem Alba Berlin und die Brose Baskets Bamberg in der vergangenen Saison an den Start gingen. Franz kündigte an, dass die BG auf jeden Fall ihr Startrecht wahrnehmen will. „Klar ist, dass wir definitiv wieder an einem europäischen Wettbewerb teilnehmen wollen. Es gibt aber Gerüchte über eine Neuausrichtung dieses Euro-Cups. So wird unter anderem diskutiert, nur noch in 5000er Hallen zu spielen“, weiß Franz.

Patrick arbeitet intensiv

Unterdessen arbeitet BG-Trainer Patrick, der, wie berichtet, für ein weiteres Jahr bei den Südniedersachsen unterschrieben hat, sehr intensiv an dem Gesicht des BG-Teams 2010/11. Zumindest dürfte die Zusage von Center Jason Boone eine positive Sogwirkung zeitigen. (wg/gsd)

Von Walter Gleitze

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