Endspiel trotz MBC-Pleite: BG 86:91 in Weißenfels

Weißenfels. Nichts passiert! Die BG Göttingen hat trotz der 86:91 (49:42)-Niederlage beim MBC in Weißenfels weiterhin alle Chancen auf die Playoffs in der Basketball-Bundesliga.

Die Artland Dragons leisteten den Veilchen Schützenhilfe mit einem 82:69-Sieg in Ludwigsburg, Jetzt gibt es am kommenden Donnerstag (20 Uhr) das „Endspiel“ gegen die vom Ex-Göttinger gecoachten Schwaben.

„We believe“ – mit sechs Bannern zeigten rund 200 mitgereisten BG-Fans ihrem Team, dass sie auch vor dieser Partie an die Playoff-Chance glaubten. Die „Wölfe“ erwischten zwar den besseren Start und gingen mit 9:4 in Führung, aber die Göttinger hielten ihrerseits auch kräftig dagegen, gingen beim 10:9 durch Alex Ruoff (5:30 Minuten) erstmals in Front. Frantz Massant und der Ex-BGer Marc Liyanage sorgten mit ihren Dreiern für einen 18:12-Vorsprung der Mitteldeutschen, doch dann drehte die BG auf, angeführt vom wieder klug Regie führenden Khalid El-Amin, der einen Tag nach seinem 36. Geburtstag sogar ein „Vier-Punkte-Spiel“ (Dreier mit Foul) zum 24:18 für die BG präsentierte – klasse! Mit einer 26:19-Führung endete das erste Viertel für die Gäste.

Und auch den zweiten Abschnitt begannen die Veilchen im Stil eines Teams, das unbedingt noch die Playoffs erreichen will: 8:0-Lauf zum 34:19. Die Göttinger kontrollierten die Partie, konnten aber wiederholt nicht die Dreier des MBC verteidigen. Zur Pause hatte Weißenfels acht versenkt, die BG nur zwei. Dennoch war die Gesamtwurfquote von 67 Prozent bärenstark. Allerdings kam der MBC gegen Ende des zweiten Viertels etwas heran – auch weil drei umstrittene Situationen von den Schiedsrichtern gegen die BG entschieden wurden. Eine glänzende Partie bis dahin bot Harper Kamp, der sieben von Versuchen traf und bei 16 Zählern zur Pause angelangt war.

Sieben Dreier warf Weißenfels‘ Isländer Vilhjalmssson, insgesamt waren es 14 für den MBC, auf derer nur vier kam die BG. Trotz des vierten Fouls von Kamp blieb die BG vorerst noch bei ihrer Linie und konnte ihren Vorsprung verteidigen. Immer wieder hatten die Veilchen eine Antwort auf die MBC-Punkte. Kurz vor Schluss des dritten Viertels kassierte auch noch de Mello sein viertes Foul.

Überhaupt die Fouls! Im Schlussabschnitt mussten Morgan und de Mello schließlich mit ihrem fünften raus. Wie unterschiedlich die Referees ihre Foul-Entscheidungen verteilten, liest sich aus der Statistik ab: 19 gegen den MBC, 31 gegen Göttingen – das spricht für sich. Die Göttinger, bei denen Ruoff zum Schluss richtig aufdrehte, ließen sich – welche Phase! – den Schneid abkaufen. Vilhjalmssons Dreier zum 89:86 war dann das Ende für die BG. „Wir sind zu sehr in Foul-Probleme geraten“, meinte BG-Coach Roijakkers. „Aber egal, wir müssen jetzt gegen Ludwigsburg gewinnen.“

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