Basketball: Göttinger Amerikaner fiebern Bundesliga-Spiel und Football-Finale entgegen

Erst Bayreuth, dann „Bowl“

Trifft auf seinen Ex-Club: Christoph Tetzner will sich mit der BG Göttingen für die Hinspiel-Niederlage in Bayreuth revanchieren. Foto: Jelinek

Göttingen. Erst Bayreuth schlagen und dann beim „Super-Bowl-Finale“ mitfiebern – so sieht zumindest für die amerikanischen Spieler von Basketball-Bundesligist BG Göttingen die Sonntagsplanung aus. Für jeden US-Sportler ist das Football-Endspiel, in dem sich in der Nacht von Sonntag auf Montag in Arlington die Green Bay Packers und die Pittsburgh Steelers gegenüberstehen, noch wichtiger als das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft.

Völlig unterschiedlich sind die Prognosen der Göttinger US-Boys. Mike Scott setzt wie Adam Waleskowski auf die Packers, Louis Dale und Kyle Bailey dagegen auf die Steelers, die die „Vince-Lombardi-Trophy“ schon sechsmal gewannen. Wahrscheinlich werden sie zusammen vor dem Fernseher sitzen, um das Duell zu verfolgen.

Trikot unterm Hallendach

Zwei deutsche BGer haben mit dem Super-Bowl dagegen nichts im Sinn. „Wir sind keine Football-Fans“, sagen Christoph Tetzner und Jermain Raffington unisono. Gemeinsam haben sie dafür etwas anderes - beide spielten in der vergangenen Saison noch beim morgigen BG-Gegner (18 Uhr, Lokhalle) BBC Bayreuth. Tetzner sogar so erfolgreich, dass vor dem Hinspiel in der Oberfrankenhalle sein Trikot mit der Nummer 13 unter die Hallendecke gezogen wurde. An das Ergebnis möchte sich „Tetze“ lieber nicht erinnern. 66:70 verloren die Veilchen, eine genauso bittere Pleite wie das 71:72 gegen Ludwigsburg.

„Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt“, erinnert sich Tetzner vor dem zweiten Duell mit den Oberfranken. Und eines weiß er zudem: „Wenn wir gegen Bayreuth nicht gewinnen, war unser Super-Erfolg in Saloniki am letzten Dienstag im Eurocup nichts wert. Für mich zählt nur ein Sieg, sonst gibt’s Ärger!“, sagt er unmissverständlich.

Ob Dwayne Anderson wieder spielen kann, klärt sich erst kurzfristig. „Wegen meiner Knöchelverletzung kann ich im Moment nur schwimmen und Fahrrad fahren, aber noch nicht mittrainieren“, meinte „Euro-Dwayne“. „Ein wichtiges Spiel. Wir müssen die Energie aus dem Saloniki-Spiel mit ins Spiel gegen Bayreuth nehmen“, sagt BG-Coach John Patrick, den die Hinspielschlappe immer noch wurmt. „Dafür müssen wir uns revanchieren.“

Bayreuth ist Vorletzter. Vergangenes Wochenende verlor das Team von Trainer Andreas Wagner gegen Gießen und dabei Koko Archibong durch Verletzung. Auch Osvaldo Jeanty fällt für den Rest der Saison aus. Für ihn holte der BBC Drew Neitzel. Bayreuths Leistungsträger sind Center Jared Reiner (13,8 Punkte pro Spiel, 7,8 Rebounds), Spielmacher Danny Gibson (12 / 3,9 Assists) und Forward Marcus Ginyard (11,8). (haz/gsd) 

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