Basketball-Bundesliga Männer

Erst in Berlin, dann gegen München: Zwei Kracher im Doppelpack für BG Göttingen

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Der Mann des Hinspiels: Der von Zweitligist Nürnberg gekommene Marvin Omuvwie (am Ball gegen Berlins Markus Eriksson) war am 5. Januar beim 72:71-Sieg der „Rebound-König“ gegen Alba. Links Landry Nnoko. 

Diese Szenen sind für die Veilchen-Fans unvergessen: Wie ein Fußballtorwart hechtete Marvin Omuvwie durch die Zone unter dem eigenen Korb, holte mit voller Konzentration und Riesen-Einsatz drei Rebounds in Folge – und hatte so in der Schlussphase maßgeblichen Anteil am 72:71-Sieg der BG Göttingen im Hinspiel gegen Alba Berlin.

Man darf davon ausgehen, dass die Berliner diese Niederlage nicht vergessen haben. Insofern wissen die Veilchen, was am Sonntag ab 15 Uhr auf sie in der Mercedes-Benz-Arena zukommt. Oder können sie die Albatrosse sogar nochmal ärgern?

Letzten Sonntag in Oldenburg (88:93-Niederlage), am Dienstag in der Euroleague in Mailand (überraschender 102:96-Sieg), Donnerstagabend zuhause gegen Real Madrid (erst nach Redaktionsschluss beendet) – das Programm der Berliner vor dem Rückspiel gegen die BG war schon sehr „sportlich“. Vielleicht kann ja Coach Roijakkers mit seinem Team daraus Kapital schlagen. Andererseits: Alba ist durch seine internationale Erfahrung ausgebufft genug, um gegen die Veilchen auch innerhalb eines so kurzen Spielrhythmus zu bestehen.

„Die vielen Spiele von Alba könnten unsere Chance sein“, sagt auch Bennet Hundt. Für den BG-Spielmacher wird die Partie in Berlin eine besondere: Er durchlief das Nachwuchsprogramm von Alba, wurde in Berlin hervorragend ausgebildet, sammelte erste Erstliga-Erfahrungen bei den Albatrossen und kennt noch mehr als die halbe aktuelle Mannschaft, besonders seinen Kumpel Jonas Mattisseck. „Bei Alba freuen sie sich, dass ich in Göttingen so eine gute Rolle spiele“, sagt Hundt, der für seine Familie und Freunde 20 Tickets orderte. So wird die Partie in der Mercedes-Benz-Arena fast zum Heimspiel für Hundt...

...und ebenso für Marvin Omuvwie. Auch er ist wie Hundt ein Berliner, sein nigerianischer Vater George, Mutter Susanne und Bruder Griffin leben in Steglitz. Auch sie sitzen Sonntag auf der Tribüne. Mit 16 verließ Omuvwie Berlin, war vier Jahre in Ulm und zuletzt zwei bei Zweitligist Nürnberg.

Seine Erinnerungen an das Hinspiel gegen Alba? „Es war ein knappes Spiel, wir wollten uns belohnen. Alles, was ich tun konnte für die Mannschaft, waren diese Rebounds. Als ich den dritten geholt hatte, konnte ich es selbst kaum glauben. Aber die Uhr lief ja für uns runter. Ich war froh, dass ich dem Team auf diese Weise helfen konnte.“

. Der zweite Kracher folgt für die BG am kommenden Dienstag. Ab 20.30 Uhr geht’s gegen Bundesliga-Spitzenreiter München, der bisher nur in Ludwigsburg verlor. Der FC Bayern hat wie Alba ein straffes Programm: Letzten Dienstag Euroleague gegen Villeurbanne (65:75), Freitag Euroleague gegen Valencia Basket, Sonntag Bundesliga gegen Gießen.  haz/gsd-nh

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