2. Basketball-Bundesliga: BG-Neuzugang Majok benötigt noch mehr Integrations-Zeit

Erste Ost-Revanche geglückt

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Eine starke Leistung: Göttingens Dominik Spohr (rechts) lässt sich von Chemnitz’ Brandon Robinson nicht am erfolgreichen Korbwurf hindern. Links schaut Ater James Majok zu. 

Göttingen. Dreimal hatte der Spitzenreiter in der Vorrunde der 2. Basketball-Bundesliga bei drei der vier Ost-Klubs verloren – jetzt ist der BG Göttingen die erste Revanche geglückt. Der 78:68-Erfolg gegen die hartnäckigen Chemnitzer war heiß umkämpft, doch am Ende war der neunte Heimsieg eingefahren.

Und auch den direkten Vergleich zwischen den beiden Mannschaften haben die Veilchen jetzt mit fünf Punkten für sich entschieden.

„Kann noch mal wichtig sein, muss aber nicht“, meinte Dominik Spohr dazu, der am Sonntagabend dazu auserkoren wurde, die „Sieges-Humba“ anzustimmen. Bei eventueller Punktgleichheit entscheidet dann das Korbverhältnis aus den direkten Duellen. So weit will es die BG aber gar nicht erst kommen lassen.

„Chemnitz war ein starker Gegner“, meinte Spohr, der vier Dreier einnetzte und mit 14 Zählern nach Jermaine Mallett (17) zweitbester Scorer war. „Aber wir hatten ja auch noch etwas gutzumachen aus dem Hinspiel.“ Das hatte das Team von Trainer Johan Roijakkers mit 77:82 verloren.

Intensität gesteigert

„In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Intensität noch weiter gesteigert, das war dann Ausschlag gebend.“ Jetzt habe man sich wieder eine kleines Polster von vier Punkten Vorsprung vor Jena zugelegt, aber darauf, so Spohr, dürfe man sich jetzt nicht ausruhen. „Wir haben den Anspruch, am Ende der Saison ganz vorn zu stehen.“

Dabei soll den Göttingern Neuzugang Ater James Majok helfen. Der 2,08-m-Hüne feierte über 19:26 Minuten ein Debüt, bei dem einige Dinge schon klappten – einige aber auch noch nicht. Drei, vier Mal verlor der Australier unter dem Chemnitzer Korb den Ball, zudem konnte er aufgrund der kurzen Zeit bei den Veilchen die Pass- und Laufwege der Mitspieler noch nicht hundertprozentig kennen. Bei den Rebounds deutete Majok aber an, dass er seine langen Arme nutzbringend einsetzen kann. Roijakkers ist da nicht bange, dass sich der neue BG-Riese mit der Zeit noch besser ins Team einfügt.

Duell der Ex-Erstligisten

Der Chemnitzer Trainer Felix Schreier verwies nochmals auf den „Unterschied zwischen einem Topteam wie Göttingen und einem Mittelfeld-Team wie wir: Die Tiefe des Kaders. Wenn man in Göttingen gewinnen will, muss alles 100 Prozent passen.“ Das war indes nicht der Fall. „Wir haben dumme Flüchtigkeitsfehler gemacht, Göttingen hat strukturierter gespielt.“

Am kommenden Freitag steigt nun das zweite Duell der Ex-Erstligisten in Gießen. Den „Bundesliga-Dino“ verschlug es in die 2. Liga. „Auch Gießen sollten wir nicht unterschätzen“, sagt Spohr. „Eigentlich überhaupt keine Mannschaft.“

Der BG-Fanklub „Veilchen-Power“ fährt für 27 Euro am Freitag zu den Mittelhessen. Los geht’s um 16.30 Uhr ab Schützenplatz. (haz/gsd)

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