Erster Heimsieg: Erleichterung bei der BG nach 75:68 gegen Bonn

Jaaaa, der erste Heimsieg ist da! Malte Schwarz (vorn), Marque Perry (links) und Dominik Spohr klatschen nach dem so ersehnten Erfolg die Fans ab. 3 Fotos: Jelinek/gsd

Göttingen. Es geht doch. Gegen die Telekom Baskets Bonn feierte die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga ihren ersten Heimsieg und den erst zweiten Saisonerfolg.

Am Ende hieß es 75:68 (38:38) für die Veilchen, und die Fans konnten erstmals in dieser Spielzeit in der S-Arena die Sieges-„Humba“ anstimmen. Es war der zweite Saisonsieg nach sechs Wochen nach dem 99:85 in Weißenfels beim MBC.

Immerhin waren erwartungsfrohe 3012 Zuschauer gekommen, die hofften, dass die BG auf einen nach sieben Niederlagen in Folge verunsicherten Gegner treffen würden. Doch im ersten Viertel war davon nichts zu spüren, die Bonner gingen schnell mit 2:0 und 7:2 in Führung, ehe die Gastgeber in der dritten Minute nur ein Mal zum 7:7 ausgleichen konnten. Die Gäste zogen bis zum Ende des ersten Viertels auf 27:21 davon und fast schien es so, dass die Göttinger einmal mehr den so heiß ersehnten ersten Heimsieg abschreiben konnten.

Doch das, was ihr Trainer Johan Roijakkers im Vorfeld dieser Partie gefordert hatte, nämlich endlich Herz zu zeigen, beherzigten seine Spiele von Beginn des zweiten Viertels an. Mit einem 10:1-Lauf und der erstmaligen Führung nach 13 Minuten zum 29:28 wendete sich allmählich das Blatt zugunsten der Göttinger, bei denen vor allem Center Harper Kamp und Kapitän David Godbold Kämpferqualitäten bewiesen und ihre Mitspieler mitreißen konnten.

Nach dem Pausenstand von 38:38 legten die Veilchen den Grundstein des ersten Heimsieges in einem bärenstarken dritten Viertel. „In diesem haben wir komplett die Kontrolle verloren“, beklagte hinterher Bonns Headcoach Mathias Fischer. Hingegen sah Roijakkers bei seinem Team „eine ganz andere Einstellung als noch vor einer Woche“ bei der desaströsen 67:95-Niederlage in Ulm. Und auch die Körpersprache stimmte nunmehr bei den BG-Spieler. Mit einem 13:2-Lauf in diesen dritten zehn Minuten zogen die Göttinger auf 61:46 davon und gingen beruhigt in die kurze Viertelpause. Den größten Vorsprung spielte sich die BG mit 71:51 nach 35 Minuten heraus. Dass dieser Vorsprung von 20 Minuten am Ende auf sieben Zähler zusammengeschmolzen war, störte letztlich niemanden mehr. Der erste Heimsieg war in Sack und Tüten.

„Wir haben in den letzten Wochen sehr hart trainiert und uns heute mit dem Sieg endlich dafür endlich belohnt“, atmete Mathis Mönninghoff kräftig durch. Er, Robert Kulawick und auch Dominik Spohr standen mit Godbold und Kamp zur Überraschung vieler in der „starting five“. Ein Schelm, der dabei denkt, es könne sich um eine kleine Abstrafung der US-Boys durch Roijakkers handeln. „Es war ein wichtiger Sieg für uns und auch die Fans“, ergänzte Mönninghoff. Trainer Roijakkers: „Wir haben eine ganz andere Einstellung als in Ulm gezeigt.“ (gsd)

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