Basketball-Bundesliga Männer

Erster Sieg für BG Göttingen im Niedersachsen-Duell?

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Ideengeber im Aufbau: Göttingens Kyan Anderson (5, links) kurvt um Braunschweigs Österreicher Thomas Klepeisz (2.v.l.) herum, sucht Darius Carter (12) als Anspielpartner. Rechts Braunschweigs Ex-BGer Scott Eatherton. 

Göttingen – In der vergangenen Saison war dieser Klub DIE Überraschung der Basketball-Bundesliga. Sensationell warfen sich die Spieler vom SC Rasta Vechta auf Platz vier der Hauptrunde und zogen in die Playoffs ein, wo gegen den späteren Meister Bayern München Endstation war.

Durch den völlig unerwarteten sportlichen Aufschwung wurden die Rastamänner zum Gesprächsthema Nummer eins im Basketball und zudem zum Thema für Storys in allen großen deutschen Zeitungen. Jetzt ist Rasta am Sonntag (15 Uhr, live auf Sport1) zu Gast bei der BG Göttingen – als Schlusslicht. Für die Veilchen schon das zweite Niedersachsen-Duell zuhause nach dem Match gegen Braunschweig zum Saisonauftakt.

Allerdings scheint das Spiel unter anderen Vorzeichen ausgetragen zu werden. Vechta hat in der Bundesliga schon drei Partien ausgetragen und alle verloren: 62:84 in Ulm, 78:101 in Berlin, 68:73 zuhause gegen Oldenburg. Dazu die 71:88-Pokal-Niederlage ebenfalls in Ulm. Alles Niederlagen gegen vermeintliche BBL-Topteams.

Die bisherige Erfolglosigkeit der Rastamänner hat natürlich einen Hintergrund: Nach der herausragenden vergangenen Spielzeit standen die finanzstarken Klubs Schlange und lockten die Stars weg: Austin Hollins ging nach St. Petersburg (Russland), T.J. Bray wechselte nach München und Seth Hinrichs angelte sich Ulm. Diese drei absoluten Leistungsträger zu ersetzen, war natürlich nicht einfach.

„Die drei sind natürlich nicht leicht zu ersetzen. Aber Vechta ist vielseitiger geworden und hat mehrere gute Spieler, die punkten und rebounden können“, sagt BG-Cotrainer Hylke van der Zweep. „Es gibt nicht nur den einen Spieler, auf den wir uns konzentrieren müssen, sondern alle fünf, die auf dem Parkett stehen.“

So muss(te) Trainer Pedro Calles, der seinen Vertrag gerade verlängert hat, sein Team neu formieren, ähnlich wie BG-Coach Johan Roijakkers nach den wichtigen Abgängen von Michael Stockton und Derek Willis. Eckpfeiler des neuen Rasta-Teams ist der Amerikaner Steve Vasturia, der bisher 12,7 Punkte pro Spiel aufgelegt hat. Zweistellig getroffen hat zudem bisher nur dessen Landsmann Trevis Simpson (11,7), der 42 Prozent seiner Dreier verwandelte.

Bei der BG, die den ersten Sieg anstrebt, ist auf alle Fälle eine Steigerung in der Defensive gegenüber den Partien gegen Braunschweig und in Würzburg nötig. „Wir haben uns das in dieser Woche ganz genau angeschaut und daran gearbeitet. Wir müssen auf eine andere Art und Weise verteidigen“, so van der Zweep. Abzuwarten bleibt zudem, ob und wie der nachverpflichtete Elias Lasisi ins BG-Spiel eingebunden werden kann. In Würzburg fehlten noch Abstimmung und Harmonie.

Offen ließ Coach Roijakkers auch noch, ob der am Dienstag verpflichtete Dylan Osetkowski gegen Vechta sein BG-Debüt gibt. Er soll der Reboundschwäche der BG abhelfen, so der Cheftrainer.

. Vor allem hofft die BG, dass am Samstag die Bombenentschärfung am Schützenanger planmäßig vonstattengeht und das Spiel Sonntag ausgetragen werden kann. haz/gsd-nh

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