Erster Sieg gegen Top-Team: Ruoff führt BG zum 81:76 gegen Alba Berlin

So sieht Freude aus: Göttingens Alex Ruoff (vorn) beklatscht sich und die Fans nach dem 81:76 gegen Berlin. Trainer Johan Roijakkers lobte die Zuschauer extra: „Sie haben uns den Lift nach oben gegeben.“ Links Jesse Sanders, ganz rechts Scott Eatherton. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Was hat dieser Mann für Nerven! Alex Ruoff entschied den Krimi gegen Alba Berlin in den letzten Sekunden mit fünf verwandelten Freiwürfen für die BG Göttingen.

Der erste Sieg in dieser Saison gegen eines der großen Teams, den die 3447 Zuschauer in der ausverkauften S-Arena frenetisch feierten. Was gegen Bayern und Bamberg nicht klappte – gegen die Albatrosse hat es beim 81:76 (43:40) hingehauen. Und noch was: Die BG hat jetzt sogar den direkten Vergleich gegen die Berliner nach dem 87:91 im Hinspiel gewonnen.

20,4 Sekunden stehen im Bundesligaspiel zwischen der BG Göttingen gegen Alba Berlin noch auf der Uhr, es steht 76:76, die Nerven von Spielern und Fans sind bis zum Zerreißen gespannt. Göttingens Darius Carter blockt Berlins Dragan Milosavljevic. Noch 8,8 Sekunden. Dem Berliner unterläuft ein Foul. Ruoff setzt zweimal an und trifft zweimal. 78:76. Auf der Gegenseite foult BG-Big Man Carter Milosavljevic, der den ersten Freiwurf versemmelt. Den zweiten wirft er absichtlich Of den Ring, um den Rebound zu holen. Klappt nicht Ballbesitz BG. Einwurf Jesse Sanders auf Ruoff, der in der linken Ecke steht, werfen will, noch wartet und beim Dreierversuch gefoult wird. Drei Freiwürfe für Göttingen – die er allesamt verwandelt. 81:76, Sieg perfekt. „Hey, hey, hier kommt Alex, Vorhang auf für seine Punkt-Show“ – da passt der leicht abgewandelte Song der „Toten Hosen“ wie die Faust aufs Auge.

Hände hoch: Berlins Bogdan Radosavljevic (15) hat die Arme oben – doch vergebens. Alex Ruoff ist nicht zu stoppen. Foto: Jelinek/gsd

Am Ende hatten seine 23 Punkte entscheidend zum ersten Heimsieg seit Anfang Januar beigetragen. Doch natürlich war Ruoff nicht allein der Matchwinner. Die BG leistete sich nur neun Ballverluste, etwas die Hälfte wie (leider) sonst. Und noch wichtiger: Die Veilchen schnappten sich ganz starke 18 Offensiv-Rebounds, was Trainer Roijakkers zu folgendem Aussage veranlasste. „Wir sind jetzteine der besten Offensivrebound-Mannschaften in Europa wie Banvit Bandirma (Türkei, d. Red.) oder Unics Kazan (Russland). Achtung: Die Betonung liegt hier auf „Europa“, nicht Deutschland. Roijakkers: „Zum ersten Mal ist es uns gelungen, Alba zu schlagen. Das ist gewaltig für uns. „Zudem sei die tiefe Rotation ausschlaggebend gewesen. Acht Spieler spielten länger als 17 Minuten, keiner mehr als 30. „So sind wir frisch geblieben“, erklärte der Holländer.

Starker Waleskowski 

Im ersten Viertel verwandelten Ruoff, Benas Veikalas (2) und der starke Adam Waleskowski (von den Fans zum „Man of the Match“ gekürt) vier Dreier, am Ende waren es acht. Im zweiten Abschnitt kam ein bisschen ein „Berlin-Bonus“ bei den Schiedsrichtern durch, doch die BG kämpfte sich dagegen durch.

So wurde das Match zum Krimi, nach 30 Minuten hieß es 60:61, nichts entschieden. Und auch die fünften Fouls von Scott Eatherton (37.) und Waleskowski (39.) erschütterten die BG nicht. „Ein verdienter Sieg für Göttingen“, räumte Alba-Coach Ahmet Caki ein, der allerdings auf Spielmacher Peytan Siva (Vater geworden) verzichten musste. Für Alba war´s die vierte Pleite in Folge.

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