Ex-Coach Stefan Koch - der BG-Chefkommentator im BBL-TV

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Auch beim Spiel gegen Oldenburg in der Lokhalle war er da: Ex-Trainer Stefan Koch interviewt BG-Nachwuchsmann Andrew Onwuegbuzie, der den Baskets mehrere Dreier einschenkte.

Göttingen. Gefühlt war Stefan Koch sicherlich schon zehnmal in der S-Arena, um ein Bundesliga-Spiel der BG Göttingen für das „BBL-TV“ zu kommentieren - mehrere Male auch schon bei Veilchen-Auswärtsspielen.

Der 50-Jährige korrigiert jedoch: „Ich war häufiger bei den Frankfurt Skyliners, in Göttingen so sieben- bis achtmal. Beide Städte liegen eben nicht so weit entfernt von Lich, und da möchte die Produktionsfirma wohl Reisespesen sparen.“

Gleichwohl kommt er gern nach Göttingen. „Dieses Team hat tolle Spielerpersönlichkeiten, spielt einen attraktiven Basketball, hat mit Johan Roijakkers einen exzellenten Trainer, und die Fans sind auch großartig“, lobt er den Aufsteiger. Glück habe er gehabt, dass er alle drei Spiele aus der Lokhalle kommentieren durfte. „Das war dann schon eine unglaubliche Atmosphäre.“

Als Experte gearbeitet 

Dass der Job des Kommentators von Basketball-Bundesligaspielen seine Haupteinnahmequelle geworden ist, liegt auf der Hand. Zu Anfang der Saison 2003/2004 wurde er vom DSF, heute Sport1, als Basketball-Experte engagiert. Ab der Saison 2005/2006 wechselte er als Experte zu Premiere, heute Sky. Erstmals als Co-Kommentator arbeitete er in der Saison 2009/2010 bei Sport1. Als Kommentator verpflichtete ihn dann Michael Lion von „Sport Digital“, das die Rechte an der Basketball-Bundesliga hatte, ehe ihn die Produktionsfirma, die für „Telekom Basketball“ die Spiele herstellt, zu sich holte. „Nebenbei halte ich noch Vorträge und führe Trainings für Führungskräfte durch“, erzählt der Globetrotter in Sachen Basketball (siehe „Zur Person“).

Sein Bruder Michael trainiert den kommenden Gegner der BG Göttingen, medi Bayreuth. Auch Spiele der Bayreuther hat Stefan Koch schon kommentiert. „Ich reiße mich nicht darum, aber wenn ich zu einem Bayreuther Spiel geschickt werde, mache ich das“, sagt er völlig emotionslos.

Als er am 1. Februar diesen Jahres das Spiel der Frankfurt Skyliners, deren erster Trainer er 1999 nach Gründung war, in Göttingen kommentierte, war eine Direktübertragung nicht möglich. „Der Ü-Wagen war zwar da, aber es fehlte das Übertragungssignal“, erinnert sich Koch. Doch auch solche technischen Pannen meistert er inzwischen souverän. „Na gut, dann war ich eben zeitversetzt auf Sendung.“

Er hat selbst erst in der B-Jugend mit dem aktiven Basketball begonnen. Mehr als die Regionalliga aber war für ihn nicht drin. (gsd)

Von Walter Gleitze

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