Basketball-Bundesliga Männer

Ex-Nationalspieler Wolf soll für die BG Göttingen Sponsoren gewinnen

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Basketball-Familie: Horst Wolf mit seinen Söhnen Enosch (links, Walter Tigers Tübingen) und Julius (Science City Jena). Das Foto stammt aus dem Jahr 2015. 

In der Profi-Mannschaft der BG Göttingen tut sich derzeit in Sachen Nach- oder Neuverpflichtung nichts. Die Veilchen sind nach der fünften Niederlage im fünften Spiel weiter Letzter in der Basketball-Bundesliga. Dafür wurde jetzt aktuell eine Neuverpflichtung der speziellen Art bekannt: Der Göttinger Erstligist holt Horst Wolf (55) in seine Reihen – natürlich nicht als Spieler, sondern als Mitarbeiter im Vertrieb, den bislang Nils Leunig und Anna Lena Wagner betreuen.

„Wir wollen weiter wachsen, Horst unterstützt uns im Vertrieb“, begründet BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen den Neuzugang, der ab dem 1. April 2020 hauptamtlich für die Veilchen tätig werden soll. Wolf soll für die Veilchen vor allem neue Sponsoren akquirieren.

„Wir waren auf der Suche nach einer Verstärkung, glücklicherweise ist es nun etwas geworden“, sagt Meinertshagen weiter. „Wir wollen noch mehr Power im Vertrieb haben und versuchen, den Drei-Millionen-Etat noch weiter auszubauen.“ Der BG-Chef deutete an, dass Wolf wohl zumindest teilweise auch auf Provisions-Basis für den südniedersächsischen Erstligisten arbeiten soll – eine in der Branche gängige Variante.

Wie Meinertshagen verriet, gebe es in der Basketball-Bundesliga nur noch vier Klubs, die einen Etat von unter vier Millionen Euro haben. Dazu zählt auch die BG Göttingen. Auch der Mitteldeutsche BC und Crailsheim werden darunter vermutet.

Wolf wird nach mehr als 14 Jahren das südniedersächsiche Wirtschaftsmagazin „faktor“ verlassen, „um sich stärker auf seine zweite große Liebe – nämlich Basketball – zu konzentrieren“, wie das Magazin selbst bekannt gab.

Weiter heißt es dort: „Der 55-Jährige wird sich ab Frühjahr 2020 komplett darauf fokussieren, bei der BG Göttingen Sponsoren für die Herren-Basketballer zu akquirieren. Basketball spielt im Leben von Horst Wolf seit jeher eine zentrale Rolle. So spielte er in der deutschen Jugendnationalmannschaft und lieferte sich später manches Duell mit Dirk Nowitzki. Noch heute steht er mit Gleichgesinnten einmal in der Woche auf dem Court. Und wer ihn kennt, weiß, dass er noch sehr ehrgeizig ist und jedes Trainingsspiel gewinnen möchte.“

Basketball liegt bei der Familie Wolf im Blut, wie die HNA schon 2015 schrieb. Seine Ex-Frau Inken Wolf (geborene Holzbach) spielte früher Bundesliga bei der BG 74. Aus der Ehe gingen Enosch und Julius Wolf hervor, die in Vaters (große) Fußstapfen traten. Julius (26, 2,01m) stieg mit Science City Jena gerade aus der Bundesliga ab, blieb den Thüringern aber auch in der 2. Liga Pro A treu. Enosch (gerade 29 geworden, 2,15m, 112 kg) spielt mit Vaters Rückennummer 8 ebenfalls in der 2. Liga für die Walter Tigers Tübingen.

Wenn Wolf senior Spiele seiner Söhne besucht(e), drückt er natürlich ihren Teams die Daumen – auch in den vergangenen Jahren, wenn zum Beispiel Jena gegen die BG spielte.  gsd/gsd-nh

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