BG feiert 86:60 gegen Jena: Erste Sieges-Humba für die Neuzugänge

Drei Dreier im dritten Viertel in Folge: Göttingens Neuzugang Evan Smotrycz (am Ball) kann auch gegen Jenas Maximilian Ugrai dribbeln.

Göttingen. Am Ende gab es für die acht neuen Spieler bei der BG Göttingen eine völlig neue Erfahrung. Zum ersten Mal erlebten sie in der S-Arena die kultige „Sieges-Humba“.

Nach dem unerwartet deutlichen 86:60 (39:33) gegen Science City Jena konnten Spieler und die 3024 Fans im Beisein der ASC-Legenden mit Trainer Terry Schofield erstmals in dieser Saison einen Veilchen-Sieg feiern – und noch dazu den ersten in der Bundesliga gegen die Thüringer.

„Nicht schlecht, so etwas mal zu erleben“, meinte BG-Neuzugang Dominic Lockhart. Ihm und seinen Teamgefährten hatte der Premieren-Erfolg ein Lächeln ins Gesicht gezeichnet. „Ein starkes Spiel“, fand auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Gut, wie clever wir im Angriff gespielt haben.“ Allein Coach Johan Roijakkers blieb bei den Emotionen um ihn herum nüchtern-sachlich wie stets: „Wir haben genauso gut wie in Ulm gespielt, aber eine Sache besser gemacht: Wir haben gewonnen. Was wir besser gemacht haben, ist nicht wichtig, das bleibt bei uns“, meinte der Niederländer und fühlte sich nach dem Ulm-Spiel missverstanden, nach dem er gesagt hatte, dass (fast) nur die deutschen Spieler die Offensiv-Rebounds geholt hatten.

Stockton führt Regie

Gegen die mit einigen Vorschusslorbeeren angereisten Jenaer (mit ihrem Oldie-Trio Allen, Jenkins und McElroy sowie dem hoch gehandelten Neuzugang Mazeika) fand die BG couragiert ins Spiel, führte 8:3, kassierte dann aber einen 0:9-Lauf. Wie bisher drückte Spielmacher Michael Stockton dem Veilchen-Spiel seinen Stempel auf. 23:19 nach den ersten zehn Minuten, das ließ sich gut an.

Jenas Dreier-Hagel zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Mazeika, Ugrai und zweimal Jenkins konterten Brion Rush und Göttingens Ex-Jenaer Stephan Haukohl, ehe Rush kurz vor der Pause ein seltenes „Vier-Punkte-Spiel“ (beim Dreier gefoult) gelang. 39:33 zur Pause – auch dies machte Hoffnung für die zweite Hälfte.

Da kam vor allem Evan Smotrycz auf den Dreier-Geschmack, netzte drei in Folge ein, wodurch die BG nach 25 Minuten 52:42 vorn lag. Auch Jordan Loveridge, dessen Vertrag gerade bis Saisonende verlängert wurde, tat sich wenig später mit wichtigen Rebounds (6) hervor – wie auch Haukohl und Smotrycz (je 7). So war beim 63:47 nach 30 Minuten schon eine Vorentscheidung gefallen.

Harmsen lobt Veilchen

„Die BG hat Jenas alte Herren gut kontrolliert“, meinte Ecki Lodders, einst Center beim Meister-ASC. Allein Allen (16) und Jenkins (12) punkteten zweistellig für Jena, McElroy war gar kein Faktor, „Wundermann“ Mazeika blieb Vieles schuldig. Zum Glück für die BG! „Wille, Intensität, Kampf und Einsatz – alles Charakter-Sachen – waren diesmal auf Göttinger Seite“, anerkannte Jena-Coach Björn Harmsen. „Der BG-Sieg war mehr als verdient.“

Göttingens Nico Simon brachte es auf den einfachsten aller Nenner: „Eindeutig: Gewinnen macht mehr Spaß als verlieren.“ Vor allem, wenn’s danach die Sieges-Humba gibt… (gsd)

Von Helmut Anschütz

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