2. Basketball-Bundesliga: 90:77 im ersten Spiel gegen Jena / Phillips und Vargas stark

BG feiert Dreier-Feuerwerk

Super-Einstand 1: Sullivan Phillips (am Ball) lenkte die BG in seinem ersten Spiel in vorbildlicher Weise. Hier zieht er an Jenas Jakob Krumbeck vorbei. Foto: Jelinek

Göttingen. Was war das für ein Start in die 2. Basketball-Bundesliga Pro A! Auch wenn es am Ende beim 90:77 (52:34)-Sieg „nur“ 13 Punkte Differenz waren – die BG Göttingen fegte Science City Jena geradezu aus der S-Arena. 2275 sahen ein Offensiv-Feuerwerk der Veilchen, das Hoffnung auf noch viel mehr macht. Ganz stark trumpften Akeem Vargas und der nachverpflichtete Routinier Sullivan Phillips auf.

Riesen-Schlangen vor der S-Arena – die Fans aus Südniedersachsen waren wieder heiß auf Basketball. So ging die Partie auch mit zehn Minuten Verspätung los. Erst mit einem Dämpfer, denn Jena führte 4:0. Aber dann! Dann begann das Basketball-Tempo-Feuerwerk der Veilchen. Das machte Spaß, das machte Freude! Nach viel Beifall für Marco Grimaldis Comeback („Welcome back Marco“-Transparent der Fans) lief die lila Maschinerie an.

Nach 73 Sekunden die ersten Punkte durch Bobby Davis!

Nach 5:28 Minuten die ersten Punkte von Sullivan Phillips.

Mitte des zweiten Viertels die ersten Punkte von Marco Grimaldi zum 44:25.

Und dieses Dreier-Festival! Allein in der ersten Halbzeit schmissen die BGer den Thüringern acht Stück in den Korb, am Ende waren 14 – da tobten die Fans in der S-Arena!

Klasse einfach auch das Zusammenspiel der Veilchen. „Sulli“ Phillips entpuppte sich in der Tat als der große Denker und Lenker – genauso wie er es schon bei Slowaken-Meister Prievidza unter Trainer Roijakkers Regie war. Spitze seine „No-look-Pässe“ in der zweiten Hälfte, zum Beispiel auf Akeem Vargas, der sich als die Überraschung entpuppte. Dass der Ex-Ehinger vier Dreier machte, hätte ihm wohl niemand zugetraut.

Dies schmälerte aber nicht die Leistung der übrigen Veilchen. Bobby Davis wurde zum „Energizer“ auf dem Parkett, das Kraftpaket setzte sich wiederholt clever durch. Prima ebenso, wie unaufgeregt Grimaldi Regie führte. Sehr mannschaftsdienlich zudem Ramon Harris. 52:34 zur Pause, auch damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Die Fans, mit 2275 beim ersten Spiel eine glänzende Kulisse, registrierten es mit Applaus ohne Ende.

Veilchen in Foul-Problemen

Fast logisch, dass die BGer ihrem Höllen-Tempo irgendwann Tribut zollen mussten. So verlor die Partie an Geschwindigkeit, auch schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ein. Doch den großen Vorsprung behielt das Roijakkers-Team. Auch die hohe Foulbelastung konnten die Göttinger letztlich kompensieren. Nach und nach schieden Davis, Harris und Guede mit ihren fünften Fouls aus. So standen denn im Schlussabschnitt teilweise sogar drei statt der geforderten deutschen Spieler auf dem Parkett. Phillips warf Jena zwei ganz wichtige Dreier in den Korb und hielt die Thüringer damit auf Distanz.

„Wir haben den Ball in der ersten Halbzeit gut bewegt, deshalb auch so viele Dreier geworfen“, meinte Roijakkers. „Phillips hat das Spiel wie schon in Prievidza kontrolliert.“ (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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