Final Four Bonus für BG 74

Veilchen-Ladies in Chemnitz im Pokal-Halbfinale gegen TSV Wasserburg

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Energischer Zug zum Korb: Göttingens Marissa Janning (am Ball) im Punktspiel gegen Wasserburgs Rebecca Tobin. Das ist auch im Pokal-Halbfinale vonnöten.

Göttingen. „Wir haben unser Saisonziel schon erreicht - das ist jetzt ein Bonus!" Sagt Richard Crowder vor dem DBBL-Pokal-Endturnier am Samstag und Sonntag in der Richard-Hartmann-Halle in Chemnitz.

„Wir können uns nochmal ein nettes Wochenende machen“, so der Geschäftsführer der Veilchen-Ladies, die im ersten Halbfinale auf Titelverteidiger TSV Wasserburg treffen. Im zweiten stehen sich Keltern und Gastgeber Chemnitz gegenüber.

„Wir haben keinen Druck, können gegen Wasserburg nur gewinnen“, sagt Crowder weiter. „Alle rechnen da doch mit einer 30-Punkte-Klatsche.“ So wird die Tour nach Sachsen, zu der die BG-Ladies um 8.30 Uhr aufbrechen, zu einer schönen Saison-Zugabe, nachdem sie am vergangenen Samstag völlig überraschend doch noch den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft haben. Was sie sehr stolz macht!

Die Göttingerinnen stehen nach langen 13 Jahren wieder einmal im „Final Four“. Damals wurde das Turnier in Wasserburg ausgetragen - und bei den BGerinnen war damals Sarah Le Rouxel-Goltze dabei, die inzwischen in Frankreich lebt, den Frauen-Basketball in Göttingen aber weiter verfolgt. „Das war einfach unvergesslich. Wir waren ein Jahr zuvor in die 1. Liga aufgestiegen und haben vor vollem Haus gegen das Spitzenteam aus Dorsten das Top 4 klar gemacht. Geheimnis der Aufstiegsmannschaft damals war der Teamspirit.“

Zwei Niederlagen in der Liga 

Wasserburg belegt in der Bundesliga „nur“ Platz zwei hinter Keltern, gegen das es vergangene Saison den Pokaltitel holte. Wie den Bayerinnen überhaupt in den vergangenen vier Jahren sogar jeweils das Double gelang. Was verdeutlicht, wie schwer es für das Göttinger Team von Trainer Giannis Koukos werden wird. Das zeigte sich auch bereits in den beiden Punktspielen: Zuhause verloren die BG-Ladies mit 43:75, in Wasserburg noch deutlicher mit 53:95.

Kurz vor Weihnachten trennte sich der TSV von Trainer Georg Eichler (früher bei Jenas Männern), Co-Trainer Nikolay Gospodinov übernahm an der Seitenlinie. Doch auch er konnte das Team nicht auf Platz eins zurückbringen, die TSVerinnen mussten bereits fünf Niederlagen hinnehmen. Das Team spielt hauptsächlich mit Ausländerinnen wie der Französin Margaux Galliou (12 Punkte pro Spiel), Rebecca Tobin (11,0), die Litauerin Santa Ockokyte (10,3), die Serbin Milica Deura (10,1) sowie US-Guard Haiden Palmer (10,0). Nach dem Ausfall von Laura Hebecker Kreuzbandriss) ist Sophie Perner die einzige deutsche Spielerin. Sollten die BG-Ladies, bei denen Katarina Flasarova (Gesäßprobleme) und Jenny Crowder (Infekt) fraglich sind, gegen Wasserburg verlieren, dürfte es am Sonntag um 12 Uhr zum Duell mit Chemnitz kommen, das gegen Keltern nur Außenseiter ist.

Achtmal schon Wasserburg 

Der DBBL-Pokal wird traditionell nach dem Abschluss der Bundesliga-Hauptrunde und vor dem Start in die Playoffs ausgetragen. Er wird seit der Gründung der DBBL in 2001 als Nachfolger des DBB-Pokals ausgespielt. Rekordpokalsieger seit diesem Zeitpunkt ist der TSV Wasserburg, der seit 2005 achtmal den Pokal holte. In 2017 setzte sich der TSV mit 67:45 gegen Keltern durch. (haz/gsd-nh)

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