2. Basketball-Bundesliga Frauen: BG 74 hofft auf eine außerordentlich erfolgreiche Saison

Das Finale soll’s mindestens sein

Jennifer Kerns

Göttingen. Ein ganz mutiges Ziel hat sich Jennifer Kerns gesetzt. Die Trainerin der BG 74 Göttingen will mit ihrem Team in der zweiten Basketball-Bundesliga nicht nur die Playoffs erreichen – nein, das Finale soll es dann auch, bitte schön, sein.

Die US-Amerikanerin hat ein riesengroßes Vertrauen in ihr Team, das in diesem Jahr drei Neuzugänge zu verzeichnen hat. Da wäre Kerns’ Landsfrau Rikiesha Bryant zuerst einmal zu nennen. Die 22-jährige Centerin hat ihr unglaubliches Potenzial in den Testspielen bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Eine absolute Verstärkung“, ist sich Kerns sicher. Aus Hagen kommt die erst 18-jährige Birte Bencker, ebenfalls nach Meinung ihrer Trainerin mit sehr viel Potenzial ausgestattet. „Sie ist sehr athletisch, schnell und eine ganz starke Defensiv-Spielerin“, sagt Kerns. Die Stärke in der Defensive gilt auch laut Kerns für den dritten Neuzugang, die Ex-Bambergerin Leonie Leykam, die aber wohl noch etwas Zeit benötigt. „Sie ist eine sehr gute Team-Spielerin“, stellte Kerns in den Testspielen fest.

Die lange verletzte Jennifer Crowder wird wohl erst im November wieder zur Verfügung stehen. Ob Centerin Bettina Bode, mit 33 Jahren im Team der „Küken“ die absolute Seniorin und somit die erfahrenste Spielerin, auch weiterhin für die Veilchen spielt, entscheidet sich erst in der nächsten Woche. Dann steht fest, ob Bode beruflich nach Bremen geht oder in Göttingen bleibt.

Fees hat großes Vertrauen

Im derzeitigen 16er-Kader der BG 74 sind sieben Spielerinnen zwischen 16 und 18 Jahren – zumeist Eigengewächse, von denen sich einige sogar bereits in die „starting five“ gespielt haben. Gerade mit diesen jungen Spielerinnen arbeitet Kerns sehr gern, da sie sehr wissbegierig sind.

So wie Kerns hat hat auch BG 74-Geschäftsführer Reiner Fees riesengroßes Vertrauen in dieses Team. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Arbeit von Jennifer Kerns.“ Zur Zielsetzung der Trainerin meint Fees: „Wir setzen das Team nicht unter Druck. Diese Mannschaft soll auch weiter so viel Spaß und Freude am Basketball haben wie bisher.“ Dabei hofft Fees auf einen erfolgreichen Einstieg in die kommende Saison, in der die BG 74 durch die Umstrukturierung dieser Liga auf sechs neue Teams stößt.

Inwieweit hat aber das Management für den Fall X, sprich Aufstieg, in die erste Liga, die Voraussetzungen geschaffen? „Natürlich beschäftigen wir uns mit einem solchen Szenario. Wichtig aber ist jetzt erst einmal, noch mehr Zuschauer, die dieses sympathische Team unterstützen, zu gewinnen. Erfolge puschen naturgemäß und machen weitere Sponsoren auf dieses Team aufmerksam“, sagt Fees, der aber auch weiß, dass „dafür eine solide finanzielle Basis geschaffen werden muss“.  (gsd) 2 Fotos: zje/nh

Von Walter Gleitze

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