Basketball-Bundesliga: Gestern starteten elf Neue und ein Alter in die Vorbereitung

Bei BG fließt der Schweiß

Göttingen. Montagmorgen, 9.30 Uhr, Uni-Sporthalle Göttingen. Annähernd pünktlich beginnt bei der BG Göttingen die Vorbereitung auf die fünfte Saison in der Basketball-Bundesliga. Alle Spieler sind da, aus elf Neuen und Louis Dale müssen Chefcoach Stefan Mienack und Co-Trainer Michael Meeks bis zum Erstliga-Start am 4. Oktober in Bamberg in unzähligen Trainingseinheiten und zehn Testspielen das neue schlagkräftige Veilchen-Team formieren.

Ohne Schweiß und Fleiß kein Preis - das wird das Motto in diesen kräftezehrenden Trainingstagen sein. Nach den ersten Medizin-Checks am Sonntag steht am Montagvormittag Athletiktraining „zur Einstimmung“ auf dem Programm. BG-Athletikcoach Stefan Adler lässt die Veilchen hüpfen, springen und laufen. Zuerst stehen Sprints durch Lichtschranken an. Alles wird genau protokolliert. „Das sind wichtige interne Informationen“, sagt Mienack.

Als nächstes wird die Sprungkraft gemessen. Dazu springen die BGer auf eine Art Messmatte. Adler schreibt die Werte auf. Geschäftsstellen-Mitarbeiter Florian Kuhlmann, der die Spieler in Frankfurt vom Flughafen abholte, flüstert am Rande: „Die Jungs machen einen guten Eindruck.“ Er kennt die neuen Gesichter schon etwas besser, war beim ersten Team-Essen am Abend zuvor dabei.

Ahelegbe der neue Gibbs

Die nächste Übung. An einer Art Ständer einer Hochsprunglatte müssen die Spieler zeigen, wie hoch sie springen können. Als Zweiter ist Josh Slater (mit Gattin Mary Lynn nach Göttingen gekommen) dran. Slater, mit Taylor Rochestie-Kurzhaarfrisur und „Remain“-Tattoo auf dem rechten Oberarm, macht einen Riesen-Satz und kriegt Beifall von seinem Team.

Vierte Station. 26 Meter laufen quasi von Grundlinie zu Grundlinie. Sechsmal mit zehn Sekunden Pause. Kwadzo Ahelegbe (sprich: Eiligba) wetzt wie Topsprinter Usain Bolt. Wird er der neue Jeff Gibbs in der BBL? Jedenfalls sieht er so aus wie „der Mann ohne Hals“ (früher Ulm, Bremerhaven). Ahelegbe ist ein absolutes Kraftpaket, ein „Wonneproppen“. Kaum auseinanderzuhalten sind Paris Horne und Damian Saunders - beide mit Kinnspitzbart. Auch sie geben alles bei den Sprint-Tests. Unübersehbar bei Max Weber ist sein „Six Pack“, kein Gramm Fett am Körper. Nur der Brasilianer Roberto Mafra kann nicht mitmachen - Oberschenkelprobleme. Um 11.15 Uhr startet das Geheimtraining. BG-Sportdirektor Jan Schiecke: „Es geht hier auch darum, ob die Verträge zustande kommen.“ Alle Tests (auch Blut und Doping) werden ausgewertet. Morgen wissen die BG-Chefs mehr. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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