Basketball-Bundesliga Frauen

flippo Baskets BG 74 Göttingen: Playoff-Aus ohne Applaus

Topscorerin mit 17 Punkten: Göttingens Kroatin Ivana Blazevic (am Ball) gegen Marburgs Alexandra Wilke (links), Maria-Angelina Sola. 2
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Topscorerin mit 17 Punkten: Göttingens Kroatin Ivana Blazevic (am Ball) gegen Marburgs Alexandra Wilke (links), Maria-Angelina Sola. 2

Vor den nervenden Coronazeiten hätten sie einen Abschied erster Klasse erlebt. Beifall, Aufmunterung, Anerkennung wäre ihnen von den treuen Zuschauern zuteilgeworden. So aber war’s ein Aus ohne Applaus.

Göttingen – Die Bundesliga-Basketballerinnen der BG 74 Göttingen verloren auch das zweite Viertelfinal-Playoff gegen den BC Pharmaserv Marburg deutlich mit 55:79 (32:40) und schieden damit nach der unglücklichen 70:71-Niederlage im ersten Spiel bei den Hessinnen aus dem Meisterschafts-Wettbewerb aus.

„Es war leider ein sehr schlechtes Spiel von uns“, gab BG 74-Trainer Goran Lojo zu. „Wir hatten offensiv mit Jenny Crowder und Ivana Blazevic nur zwei Spielerinnen in guter Verfassung.“ In der Tat: Die sonstigen Eckpfeiler der Mannschaft, die Australo-Britin Samantha Roscoe und die kleine Amerikanerin Riley Lupfer, hatten einen gebrauchten Abend erwischt und blieben im einstelligen Punktbereich. Zu wenig, um die Hessinnen in Gefahr zu bringen. „Auch der mentale Druck war zu groß“, so der bosnische BG 74-Trainer weiter.

Ähnlich sah es auch flippo Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder: „Wir waren im zweiten Spiel chancenlos, sind natürlich ernüchtert und enttäuscht. Wir haben unter Niveau gespielt.“ Den Einzug ins Halbfinale habe man nicht im Heimspiel gegen Marburg vergeben, sondern im ersten Spiel, das so unglücklich verloren ging.

Marburgs impulsiver Coach Christoph Wysocki, der Vater vom ehemaligen BG-Spieler Konrad Wysocki (nach seiner letzten Bundesliga-Station Crailsheim jetzt Architekt in Heidenheim), war natürlich happy: „Wir haben den Sieg mehr gewollt. Unsere Dreier-Quote war traumhaft mit fast 48 Prozent. Ich habe unser Team am 15. Januar auf dem letzten Tabellen-Platz übernommen und jetzt sind wir im Halbfinale – ein Märchen.“

Was Wysocki vergaß, war das Rebound-Verhältnis. Sein Team holte 42, die Göttingerinnen nur 27 – auch darin dokumentierte sich der Unterschied. Mit bis zu 27 Punkten lagen die Baskets zurück, die Marburgerinnen diktierten die Partie eigentlich nach Belieben, weil das BG 74-Spiel viel zu fehlerbehaftet war. Fehlpässe, Ballverluste, nur 34 Prozent Treffer-Quote, da kam im letzten Saisonspiel fast alles zusammen. Schade!

Viertel: 16:23, 16:17 - 15:27, 8:12.

BG 74: Blazevic 17/ davon 1 Dreier, M. Oevermann 1, Roscoe 6, A. Oevermann, Crowder 16/1, Azinovic 3/1, Karambatsa 2, Wenke 2, Lupfer 3/1, Dzankic 5, Kentzler, Fengkohl.

BC Marburg: Wilke 14, Berthold 24/4, Sola, Simon, Crymble 11, Klug 2, Baker 5, Lukow, Lückenotte, Arthur 18/4, Wagner 4.   (Helmut Anschütz/gsd)

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