Basketball-Bundesliga Frauen

20-Punkte-Serie: Wende nach der Pause für die Baskets 

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Starkes Spiel: Göttingens Cayla McMorris (am Ball) gegen die Saarlouiser Tschechin Andrea Andelova. Die Amer ikanerin steuerte 20 Punkte zum Sieg bei. 

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt für die flippo Baskets BG 74 Göttingen in der Basketball-Bundesliga der Frauen. Gegen die inexio Royals Saarlouis gab es einen klaren 80:46-Sieg. 

Die Entscheidung brachte ein 20:0-Lauf gleich nach der Halbzeit. Die Baskets hatten den besseren Start, gingen durch Cayla McMorris und Megan Mullings, die am Freitag ihren 27. Geburtstag feierte, vor 380 Zuschauern mit 4:0 in Front. Punkte waren aber im ersten Viertel eher Mangelware, auch wenn Jill Morton für das 8:3 sorgte. Die Göttingerinnen bauten ihren Vorsprung auf 12:3 (8. Minute) aus. Nach einer schönen Ball-Stafette traf Viki Karambatsa zum 14:5, ehe Jennifer Crowder das erste Viertel mit dem 16:8 beendete. Es schien zu laufen beim Team von Trainer Goran Lojo.

Denn im zweiten Abschnitt agierten die Gastgeberinnen zunehmend nervöser. Zwar traf Mullings zum 25:15, was einen scheinbar beruhigenden Vorsprung darstellte. Doch ab der 15. Minute lief bei den Baskets immer weniger zusammen, was aber auch an den eigenen unkonzentrierten Abschlüssen lag. Korbleger rollten reihenweise wieder raus. Erschwerend hinzu kam, dass Morton nach 17 Minuten ihr bereits viertes Foul kassierte – die letzten beiden davon waren Offensiv-Vergehen. 

Gäste aus Saarlouis schließen vor Pause zum 30:31 auf

So konnten die Royals, die im ersten Viertel noch schwach aufgetreten waren, den Rückstand immer weiter verringern, auch wenn Sandra Azinovic für Göttingen den zweiten Dreier der Partie zum 31:23 verwandelte. Danach gelang dem Lojo-Team bis zur Halbzeit kein Korb mehr, während die Gäste durch Freiwürfe zum 30:31 aufschlossen.

Als Saarlouis’ Caitlin Jenkins nach Wiederbeginn zum 32:31 und damit zur ersten Führung für ihr Team traf, musste man Schlimmes befürchten. Doch genau das Gegenteil trat ein! Die Baskets waren danach nicht mehr aufzuhalten, besannen sich auf eine ihrer Stärken: Das Tempo-Spiel! Im Express-Stil überrollten die Göttingerinnen ihren Gegner und legten einen sagenhaften 20:0-Lauf hin – wie die Gießener Männer am Samstag bei den BG-Männern. So hieß es nach 30 Minuten nach einem 26:7-Viertel 57:37 für die Gastgeberinnen.

flippo Baskets Göttingen verteidigt im Schlussviertel hart 

Im Schlussviertel verteidigte die BG 74 weiter hart, hielt Saarlouis auf Distanz und steuerte dem dritten Saisonsieg entgegen. „Ich bin erleichtert. Die Höhe des Sieges ist für den Kopf wichtig“, meinte Geschäftsführer Richard Crowder. „Das war die beste zweite Halbzeit der Saison“ jubelte Coach Lojo. „Nach der Pause haben wir unser Spiel durchgezogen“, strahlte Topscorerin Cayla McMorris ebenso wie Jennifer Crowder: „Gut, dass nach dem schwachen zweiten Viertel die Halbzeit kam! Danach haben wir unseren Tempo-Basketball gespielt.“ Für Saarlouis’ Ex-BGerin „Coco“ Dobroniak gab es wenigstens noch einen Adventskalender von Richard Crowders Frau Susanne.

Viertel: 16:8, 15:22 - 26:7, 23:9. flippo Baskets BG 74: Blazevic 6, Fengkohl 2, Crowder 17/davon 2 Dreier, Morton 4, Azinovic 6/2, Karambatsa 13/1, Mullings 12, McMorris 20/2, Göttling, Keune.  gsd

Die flippo Baskets Göttingen schlagen sich im DBBL-Pokal in Osnabrück vor allem in der zweiten Halbzeit gut. Für ein Weiterkommen reicht es aber nicht.

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